Recruitingpraxis ist 5! Seit Februar 2015 veröffentliche ich fast wöchentlich einen Blogbeitrag zu einem Recruitingthema. Ein paar Dinge haben sich im Laufe der Zeit geändert, anderes ist gleich geblieben. Was mit einem Versuch für 1 Jahr begonnen hat ist heute fixer Bestandteil meiner Arbeit geworden. Bloggen bedeutet Zeitaufwand, mit dem Schreiben alleine ist es noch lange nicht getan. In Wirklichkeit ist das für mich der einfachste und am wenigsten zeitaufwendige Part von allen.

Beim 4. Geburtstag habe ich andere gebeten, mir Glückwünsche zu senden, letzte Woche habe ich dir schon verraten, welche 5 Blogbeiträge meine liebsten sind und heute gebe ich Antworten auf die 5 Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden (dann ist es auch wieder genug mit feiern, versprochen).

Warum bloggst du?

Die Antwort in aller Kürze: Weil ein Freund, der damals schon Experte im Onlinemarketing war, mir dazu geraten hat. Es hat allerdings 3 Monate gedauert, bis ich wirklich meinen ersten Blogbeitrag verfasst habe. Was mich so „lange“ zögern hat lassen war, dass er gemeint hat: Du musst aber mindestens 1 x pro Woche etwas veröffentlichen. Das konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt absolut nicht vorstellen. So viel fällt mir doch niemals ein.

Heute ist es so, dass mir mehr als genug einfällt. Manchmal gibt es Phasen, wo ich sogar zwei Blogbeiträge pro Woche schreiben könnte. Habe ich aber nicht vor.

Wie kommst du zu den Inhalten?

Inhalte entstehen aus Fragen von Teilnehmerinnen meiner Workshops, der Teilnahme an Events, mein Facebook Feed ist voll mit Informationen aus dem HR Bereich und ich frage mich regelmäßig: Worüber würde ich etwas lesen wollen? Genauso ist der Blog auch entstanden. Ich habe einfach das geschrieben, was ich selbst gerne gelesen hätte.

Wie gehst du vor, wenn du einen Blogbeitrag schreibst?

Das hängt vom Thema ab. Manchmal fällt mir einfach etwas ein, dann schreibe ich es nieder und das war’s. Wenn es neue Recruitingplattformen oder Tools gibt, dann kommen diese auf eine Liste, wenn möglich möchte ich diese testen und darüber berichten. Das dauert natürlich dann etwas länger. Eventberichte schreibe ich meist zu einem Großteil direkt vor Ort oder auf der Heimfahrt (im Zug). Wenn ich für einen Beitrag Daten brauche, recherchiere ich zuerst und schreibe dann. Bei Blogparaden hinterfrage ich, ob ich zu dem Thema wirklich etwas zu sagen habe. Zuletzt habe ich lange überlegt, ob ich mich wirklich beteiligen soll, ich hatte das Gefühl, dass ich zu HR und Social Media ja sowieso permanent schreibe.

Was hat sich in 5 Jahren verändert?

Vieles! Vor allem die Tatsache, dass ich nicht mehr am Donnerstag in der Nacht noch einen Blogbeitrage schreibe, den dann noch auf Blogger (diese Plattform habe ich anfangs verwendet) oder auf WordPress hochlade, ein Bild suche und erstelle und voilà, am Freitag um 08:30 Uhr erscheint ein neuer Beitrag. Das hat sich übrigens in den 5 Jahren nicht verändert. 😉

Ich plane mittlerweile vor und habe (fast) immer die nächsten drei Blogbeiträge fertig, bevor sie veröffentlicht werden (falls ich hier gerade einen Mythos zerstöre, das tut mir wirklich leid). Ich habe außerdem meist 2–3 Blogbeiträge in petto.

In den letzten Jahren habe ich unheimlich viel dazugelernt: SEO, Google Analytics und einiges mehr, das mir in meiner Arbeit als Recruiting-Strategin heute weiterhilft. Auch die Fokussierung auf Social Media Recruiting habe ich meinem Blog zu verdanken. Es nützt nämlich nix, einen tollen Beitrag zu schreiben, er muss ja auch gefunden und gelesen werden (genau wie Stelleninserate, oder?)

Welche Blogs liest du eigentlich?

Ich gestehe, ich lese derzeit kaum mehr Blogs. Ab und zu vereinzelt Artikel, von denen ich vor allem über Twitter erfahre. Meine zweite wichtige Newsquelle nach Facebook. Als ich vor mehr als 5 Jahren recherchiert habe, waren die Blogs, die sich mit Recruiting befassen, noch überschaubar und ich habe sehr lange regelmäßig gelesen, was die Kolleginnen veröffentlicht haben. Manchmal habe ich mich geärgert, weil jemand über ein Thema geschrieben hat, das ich mir auch überlegt habe. Aber genau das ist eigentlich, was einen Blog ausmacht. Es können 10 Personen über ein Thema schreiben, jede hat ihren eigenen Zugang und jede findet ihr Publikum.

Wird es Recruitingpraxis auch in 5 Jahren noch geben?

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. So wie es aussieht habe ich wohl bis Ende 2020 noch genügend Ideen für Blogbeiträge. Habe ich in das in 5 Jahren auch noch, und möchte ich das dann auch noch? Ich weiß es nicht.

Und eine Frage möchte ich noch beantworten, die mir üblicherweise nicht gestellt wird: Was mich am meisten freut nämlich. Wenn mich Teilnehmerinnen in Workshops darauf ansprechen, dass sie meinen Blog schon kennen. Wenn mir Recruitingverantwortliche schreiben (meist per Mail): „Danke, dass du das veröffentlicht hast, ich habe es gleich an alle Kolleginnen im Team weiter geschickt.“ Und natürlich, wenn die Menschen in meinem Netzwerk meine Beiträge teilen. DANKE!

Und worüber ich mich am allermeisten freuen würde: Wenn es 2020 endlich gelingt, den einen oder anderen Gastbeitrag von Inhouse Recruitingverantwortlichen zu veröffentlichen. Ich glaube, das nehme ich jetzt gleich noch auf meinen Contentplan mit auf.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche vergleiche ich kununu und glassdoor. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

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