Meine 3 Learnings vom Future of Recruiting BarCamp

Meine 3 Learnings vom Future of Recruiting BarCamp

Future of Recruiting – was für eine Ansage für ein BarCamp. Und dann noch in Hamburg, klar, dass ich da dabei sein wollte. 160 andere Menschen haben sich das auch gedacht und sind Robert Neuhann, Team Lead Tech Recruiting bei New Work SE (formerly known as XING), gefolgt. Hier meine drei Learnings aus der Hansestadt. 

Zuerst, lieber Robert, du hast meinen allergrößten Respekt. Jede, die schon mal ein Event organisiert hat, weiß, das ist nicht so ganz ohne. Was Robert da – ohne Unterstützung – neben seinem Job und seiner Familie gezaubert hat, ist wirklich einen Applaus wert. Ganz großes Kino, danke dir! 

Für einen kontroversen Beginn sorgte die Keynote von Michael Witt, der unter anderem gemeint hat: „Active Sourcing ist totMatching gewinnt.“ Mein entsprechender Tweet hat eine über mehrere Tage andauernde Diskussion entfacht und sogar dazu geführt, dass sich Jan, ein Sourcer mit Leib und Seele, in einem Blogbeitrag öffentlich auskotzt. Sowas kann passieren bei einem BarCamp 

Zum Finale von Tag 1 sorgte Jan Kirchner mit einem Vortrag über Online Marketing und Programmatic Advertising für Recruiting für viele erstaunte Gesichter und vielleicht hat die eine oder andere deshalb am Abend ein Gin Tonic mehr gebraucht. 😉 

Auch interessant: Gero Hesse meinte unter anderem in seiner Keynote zu Beginn von Tag 2, im Mindset von Recruiting und von Führungskräften herrsche immer noch ein ArbeitgebermarktGenau so erlebe ich das auch, obwohl das längst nicht mehr der Fall ist. 

Aber jetzt zu meinen drei Learnings, die ich aus Hamburg mitgebracht habe und gerne mit dir teile: 

1. HR (und Recruiting insbesondere) versteht sich immer noch als Dienstleister 

Da darf man sich vielleicht nicht wundern, wenn der eine oder die andere HR nicht immer für voll nimmt. Wird Recruiting als Dienstleistung angesehen, ist es umso schwieriger, die Fachabteilungen an Bord zu holen. Sehen wir Recruiting aber als gemeinsame Verantwortung, wo jede ihren Teil der Aufgabe erfüllt und auch mal gemeinsam neue Wege ausprobiert werden, dann können ganz andere Dinge entstehen. Das beste Abschluss-Statement kam übrigens von einer Teilnehmerin, die gemeint hat: „Ich nehme mir mit, dass HR auch mal auf den Tisch hauen muss.“ Jawohl!

2. Recruiting in Österreich unterscheidet sich gar nicht so viel von Deutschland 

In meiner ersten Session ging es um die Unterschiede von Recruiting in Österreich und Deutschland. Mein Pitch „Wenn die Welt untergeht, dauert das in Österreich noch 2 Jahre länger“ (frei nach Karl Kraus oder Gustav Mahler) sorgte für den einen oder anderen Lacher und in einer kleinen aber feinen Runde haben wir uns dazu ausgetauscht. Ich war doch überrascht, denn ich dachte, dass die Inhouse Recruiterinnen in Deutschland zum Beispiel schon viel mehr in Sachen Social Media und/oder Active Sourcing unterwegs sind. Dem ist nicht so. 

 3. Future of Recruiting – da war doch was 

Zukünftig müssen wir im Recruiting unser Selbstverständnis hinterfragen, unsere Kompetenzen erweitern, viel kreativer in den Lösungsansätzen sein und uns zu Spezialistinnen für Teilbereiche entwickeln. Klick um zu Tweeten

Das Tolle an einem BarCamp ist ja, dass jede Teilnehmerin mitgestalten und jederzeit – auch spontan – noch Sessions einbringen kann. Da es keine einzige Session zur Zukunft des Recruiting gab (und das war der Hauptgrund, warum ich nach Hamburg geflogen bin – ok, die Fischbrötchen waren auch lecker) obwohl ich gewettet hätte, dass zumindest KI ein Thema sein wird, habe ich kurzerhand am 2. Tag noch eine Session zum Thema „The Future of Recruiting #2030“ gepicht, die dankbar von einer sehr großen Gruppen angenommen wurde. Die meisten Teilnehmerinnen waren allerdings im Hier und Jetzt verhaftet und ich musste alle meine Moderationskünste aufbringen, um doch noch ein paar Ideen zum Recruiting in der Zukunft herauszuholen. Hier meine Conclusio der Session: Auch 2030 wird es die Recruiting-Funktion noch geben, allerdings in einer stark veränderten Form: Wir müssen unser Selbstverständnis hinterfragen, unsere Kompetenzen erweitern, viel kreativer in den Lösungsansätzen sein und uns zu Spezialistinnen für Teilbereiche im Recruiting (z.B. Active Sourcing, Social Media Recruiting, Candidate Buddy etc.) entwickeln. Während ich diesen Blogbeitrag schreibe, fällt mir ein, dass es so eine Session am HR BarCamp in Wien im Jahr 2016 schon mal gab, ich habe meinen Blogbeitrag von damals hier mal ausgegraben. 

Und falls du im Mai 2020 Hamburg einen Besuch abstatten möchtest, dann melde dich am besten gleich zum nächsten Future of Recruiting BarCamp an, damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche erwartet dich im Blog ein Erfahrungsbericht, wir haben uns ein HR-Tool genauer angesehen und getestet, ob es deinen Job leichter macht. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

Recruiting- und HR-Events im Herbst 2019

Recruiting- und HR-Events im Herbst 2019

 Die Zukunft Personal Austria findet 2019 nicht statt, das macht den ohnehin dicht gedrängten Kalender im Herbst etwas entspannter. Trotzdem gibt es eine Fülle an Angeboten in und um Österreich. Bei den folgenden Events und Weiterbildungen werde ich selbst vor Ort sein. Worum es dabei geht? Eine bunte Mischung von Active Sourcing über Stellenanzeigen und Social Media-Recruiting.

September

  • Am 10. oder 19. September kannst du noch am kostenlosen Webinar „Talent Relationship Management in der Praxis“ teilnehmen, das ich gemeinsam mit Jan Pichler von myVeeta halte.
  • Wie man die Zielgruppe Frauen im Recruiting besser erreicht, darum geht es am 19.09. in Linz. Der Workshop ist bereits ausgebucht, bei Interesse abonnierst du am besten meinen Newsletter, dann informiere ich dich zeitgerecht über den nächsten Termin. 
  • Am 26. und 27.09. findet wieder das HR BarCamp in Wien statt, letztes Jahr konnte ich nicht dabei sein, diesmal bin ich am 26.09. vor Ort. Die Tickets sind schon alle vergeben, aber manchmal werden noch kurzfristig Teilnehmerinnen gesucht, die einspringen. Du kannst zum Beispiel in unserer Facebook Gruppe HR Austria kundtun, dass du Interesse hast.

Oktober

  • Employer Branding meets Social Media-Recruiting heißt es am 03.10. in Wien: Gemeinsam mit Ralf Tometschek von identifire zeigen wir, wie du dein Unternehmen attraktiv positionieren und das Web nutzen kannst, um von Bewerberinnen gut gefunden zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. 😉
  • Am 09. und 10.10. findet in der Hofburg in Wien wieder der HR Inside Summit statt und ich bin mit einer Session „Pimp my JobAd“ vor Ort. Zwei Tickets für Recruiting-Insider wurden bereits verlost und die Gewinnerinnen erhalten am Montag Bescheid. 
  • Ich werde allerdings nur am Mittwoch da sein, denn am Donnerstag geht es für mich weiter nach Hamburg zum BarCamp Future of Recruiting. Insights gibt es auf meinem Insta– und auch auf meinem Twitter-Account, versprochen!
  • Für wen es in dieser Woche noch ein bisserl mehr sein darf, der kann sich online weiterbilden: Die TALENTpro Online Konferenz findet heuer erstmalig statt. 
  • Ein Highlight für mich wird im Oktober definitiv die zweite Runde meines Social Media Recruiting Bootcamps. Am 16. und 17.10. werde ich in der Sportanlage der Polizei Wien (wo sonst) 😉 wieder Strategien aus dem Online- und Social Media-Marketing speziell für Recruitingzwecke vermitteln, die von den Teilnehmerinnen gleich praktisch umgesetzt werden. Ein heißer Tipp: Die Plätze sind limitiert und es gibt schon erste Anmeldungen. Mehr Infos findest du hier.
  • Gleich am 22.10. geht es weiter mit dem Thema Talent Relationship Management , gemeinsam mit myVeeta veranstalte ich einen eintägigen Workshop. Ein Fixtermin für alle, die ihre wissen möchten, wie man mit Personen im firmeninternen Talentepool Kontakt hält. 
  • Am 23.10. geht es beim ÖPWZ um Active Sourcing und am 24.10. bei der Lehrlingstagung um das Recruiting unserer jüngsten Zielgruppe. 

November

  • Am 6.11. startet in Wien eine New Work Session rund um die neuen Spielregeln der zukünftigen Arbeitswelt. Sehr spannend – hier kann ich leider nicht dabei sein.

Völlig zeit- und orts-unabhängig kann man unserer HR Austria Facebook Gruppe beitreten – mehr als 200 Mitglieder freuen sich auf neue Gesichter, Anregungen und Austausch zu HR Themen. 
Auch immer einen Besuch wert ist mein YouTube-Channel Recruiting TV, hier gibt es u.a. die Playlist Webinare und Online-Konferenzen, da kann man jederzeit und überall einen Blick hineinwerfen. Am besten den Channel gleich abonnieren und keine Neuigkeiten versäumen 😉.

Du kennst noch eine HR-Veranstaltung, die ich in meine Liste aufnehmen sollte? Dann schreib einfach an talentemagnet@claudialorber.at.

Was du sonst noch wissen solltest: Noch diesen Herbst kommt ein völlig neues Angebot zu Active Sourcing, das ich heute noch nicht verrate. Du willst informiert werden? Trag dich hier ein!

Herzliche Grüße
Claudia

 
PS: Nächste Woche geht’s darum, dass Führungskräfte keine Ahnung haben. 😉 Den Beitrag möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting auch für dich wieder einfach wird.

Ausbildertag 2019 – meine 7 Learnings

Ausbildertag 2019 – meine 7 Learnings

Recruiting und die Ausbildung von Lehrlingen ist offenbar ein Thema, das Ausbildungsverantwortliche in ganz Österreich beschäftigt. An 2 Tagen – einmal im Februar, einmal im Juni – haben mehr als 130 Personen am Ausbildertag teilgenommen, eine Mischung von Menschen in HR-Funktionen und Ausbildungsverantwortlichen. Ich war nicht nur als Speakerin, sondern auch als Zuhörerin vor Ort dabei und habe die Top-Learnings in aller Kürze zum Nachlesen zusammengefasst.

Neben der Moderation kam der erste Vortrag von Robert Frasch (lehrlingspower.at) zu „Generation Z – So tickt die Jugend heute“. Zur Einstimmung gab es ein kurzes Video zum Thema „Welches Image hat die Lehre?“ der Medienwerkstatt Linz:


Ja, ich durfte auch wieder ein paar Statements abgeben und zwar zu Digital Recruiting. Im Lehrlingsrecruiting haben wir es mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu tun: nämlich den Jugendlichen und den Eltern. Diese bewegen sich auf unterschiedlichen Plattformen und kommunizieren anders. Deshalb sollten wir uns fragen, wenn wir zum Beispiel ein Video produzieren – wenden wir uns damit an die Jugendlichen direkt oder an die Eltern?  
Auf meinem YouTube Kanal gibt es eine Playlist mit Recruiting-Videos – u.a. auch dieses hier:



Meine Learnings

  • Die Lehre hat immer noch einen schlechten Ruf, denn die meisten Eltern wollen, dass ihre Kinder studieren.  
  • Das Ansehen einzelner Lehrberufe kann durch gezielte Maßnahmen verbessert werden: So ist in der Schweiz der Pflegeberuf der drittbeliebteste, in Deutschland rankt Altenpflege auf Platz 4.  
  • Rauchfangkehrer war der erste Lehrberuf in Österreich, aktuell gibt es mehr als 200, wirklich bekannt sind allerdings nur ca. 10. 
  • Jugendliche machen alles auf ihrem Smartphone: spielen, kommunizieren, lernen und eben auch bewerben. 
  • Lehrlinge müssen in den Recruitingprozess von Lehrlingen eingebunden werden oder diesen gleich komplett eigenverantwortlich übernehmen, das hat einen positiven Effekt bei der Integration der neuen Lehrlinge ins Unternehmen. 
  • Schulen Sie Ihre Lehrlinge, was den Umgang mit Social Media angeht, geben Sie anschauliche Praxisbeispiele. 
  • Ausbilderinnen sind nicht immer cool und sollten auch nicht so tun als ob. YouTuber können als Influencer agieren wie hier Puuki für Rewe:


Wer also potenzielle Lehrlinge ansprechen möchte, sollte auf jeden Fall digitalen Plattformen den Vorzug geben und dort zielgruppengerechten Content schaffen. Als Testimonials sind durchaus Influencer in Betracht zu ziehen, allerdings müssen die zum Unternehmen passen und sorgfältig ausgewählt werden. Dabei aber nicht auf die Eltern vergessen, die haben bei dem Thema mehr als ein Wörtchen mitzureden.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Ich habe vorab ein neues smartes Recruiting-Nachschlagewerk getestet, das ich nächste Woche im Blog vorstelle – Sie dürfen gespannt sein. 😉 Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

Talent Relationship Management

Talent Relationship Management ist aktuell für die meisten Recruitingverantwortlichen eine der größten Herausforderungen. Wie kommt man in Kontakt, wie bleibt man in Kontakt und vor allem, wie managed man dann diese Kontakte? Suchmethoden und Tools sorgen dafür, dass wir relativ schnell Kontaktdaten finden können, die DSGVO sorgt dafür, dass wir diese nicht unendlich speichern und verwenden dürfen. Was also tun?

Lösungen bietet myVeeta. Das Unternehmen aus Österreich agiert dabei an zwei Fronten: Auf der einen Seite werden gezielt Menschen angesprochen, sich im Talentenetzwerk von myVeeta zu registrieren, auf der anderen Seite können Unternehmen mit myVeeta ihren Talentepool füllen und – aus meiner Sicht eine der wichtigsten Funktionen – mit diesen in Kontakt bleiben.

Ich habe Jan Pichler, Gründer und CEO von myVeeta getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt. Er kommt ursprünglich aus der IT und dem Online Marketing und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Talent Relationship Management. Sein Ziel ist es, den langfristigen Kontakt zwischen Unternehmen und Talenten mithilfe moderner Technologien und Sozialer Netzwerk-Ansätze so einfach wie möglich zu machen.

Was ist myVeeta, worin unterscheidet es sich von einem Recruitingsystem?
myVeeta ist ein Online-Service, mit dem sich Unternehmen sehr einfach eine eigene Talent-Pipeline aufbauen können. So bleiben sie mit möglichen zukünftigen Mitarbeitern wie Praktikanten, Studenten oder abgesagten Bewerbern langfristig in Kontakt, und können ihnen so Jobangebote machen oder individuelle Informationen und Angeboten senden. Recruitingsysteme sind für Unternehmen eine unverzichtbare Unterstützung bei der Abwicklung von Bewerbungsprozessen. Aber den Kontakt mit interessanten Talenten halten, und mich mit ihnen auf Augenhöhe austauschen – z. B. über SMS oder WhatsApp – kann ich damit nur sehr begrenzt. Deswegen macht es viel Sinn, ein Recruitingsystem mit einem geeigneten Talent Relationship Management System – wie myVeeta – zu kombinieren.“

Wie kommen Talente in ein Talentenetzwerk?
„Jedes Unternehmen füllt sein Talentenetzwerk selbst. Die meisten unserer Kunden laden beispielsweise interessierte Schüler und Studenten, ehemalige Praktikanten und Mitarbeiter, abgesagte Bewerber sowie Besucher ihrer Karriere-Webseite in ihr Talentenetzwerk ein. Die Registrierung ist meist sehr einfach, deswegen melden sich viele dieser eingeladenen Talente auch wirklich an.“

Wie komme ich als Recruitingverantwortliche an diese Daten?
Die Talente in meinem Talentenetzwerk suche ich mit einer eigenen Online-Oberfläche, die von der Bedienung stark an eine Hotel- oder Flug-Suche erinnert. Trivago für Talente sozusagen. Damit findet man die gewünschten Talente üblicherweise sehr rasch, selbst in großen Talentenetzwerken. Diese Talente kann man dann direkt aus myVeeta kontaktieren, via WhatsApp, SMS oder E-Mail – je nachdem, welchen Kanal sich das jeweilige Talent ausgesucht hat. Mittlerweile möchten übrigens schon 68 % der Talente per WhatsApp oder SMS kontaktiert werden – Tendenz steigend!“

Übernimmt myVeeta die Kommunikation mit meinen Talenten?
Teilweise. Die inhaltliche Kommunikation mit den Talenten – sei es nun ein Jobangebot oder die Einladung zu einer Veranstaltung – kommt natürlich immer vom jeweiligen Unternehmen. myVeeta springt nur dann ein, wenn der Lebenslauf eines Talents zu veralten droht: Hat ein Talent seinen Lebenslauf länger nicht aktualisiert, erhält es eine kurze, persönliche Nachricht von myVeeta. Und kann sehr einfach – mit einem Klick direkt in der Nachricht – angeben, ob bzw. was sich an seinem Lebenslauf geändert hat. So sparen die Unternehmen viel Arbeit, denn die Lebensläufe in ihrem Talentenetzwerk bleiben immer aktuell, ohne dass sie selbst ihre Talente laufend dazu motivieren müssten.“

Ist myVeeta auch für ein internationales Talentenetzwerk geeignet?
Ja, momentan ist myVeeta durchgängig auf Deutsch und Englisch verfügbar, weitere Sprachen können bei Bedarf sehr einfach ergänzt werden. Internationales Talent Relationship Management wird übrigens immer wichtiger, weil schwierige Stellen immer öfter mit qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland besetzt werden müssen.“

Was mir Jan noch verraten hat, ist das es schon Schnittstellen zu einigen Bewerbungsmanagement-Systemen gibt. Das ist für Recruitingverantwortliche sicher hilfreich. Wer ein Beispiel sehen möchte, wie man myVeeta einsetzen kann, hat hier die Möglichkeit dazu.
Meine Conclusio: Mit der richtigen Kommunikationsstrategie und dem Einsatz einer DSGVO-konformen Lösung kann Talent Relationship Management sehr gut funktionieren und im Recruiting unterstützen.

Von der Theorie in die Praxis
Für alle Interessierten veranstalten wir am 22. Mai um 10:00 Uhr ein gemeinsames Webinar, wo wir das Thema „Talent Sourcing“ beleuchten. Anmeldung ist ab nächster Woche direkt über myVeeta möglich, ich werde natürlich auf Facebook noch entsprechend informieren.
Wem das alles zu wenig ist und wer mehr darüber wissen möchte, wie Talent Relationship Management in der Praxis funktioniert, für den habe ich gemeinsam mit myVeeta einen Workshop designed:

Talent Relationship Management in der Praxis 
Von 09:00 bis 17:00 Uhr geht es am 12.06.2019 im Talentgarden (wo sonst) 😉 in Wien um folgende Inhalte: 

  • Wie definiere ich meine Zielgruppe? (Candidate Persona)
  • Wie erreiche ich meine Zielgruppe? (Touchpoint Analyse)
  • Wie kontaktiere ich meine Talente? (Sourcing & Co)
  • Wie bleibe ich mit meinem Talentepool in Kontakt? (Einsatz von myVeeta)

Interessierte melden sich einfach bei mir oder Julia von myVeeta.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche berichte ich über Möglichkeiten im Social Media-Recruiting abseits von Facebook & Co. Das möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

Sourcing Summit 2019 – meine 3 Learnings und Sourcing Challenge

Der Sourcing Summit ist der Place to be für alle, die bereits länger sourcen oder erst gestartet haben. Nirgendwo sonst nimmt man in zwei Tagen so viele Inputs, Tipps und Hacks mit, die man im Active Sourcing einsetzen kann. Zum 3. Mal hat der Sourcing Summit nun in Deutschland stattgefunden, ich war zum 2. Mal dabei, diesmal als Ambassador. Hier meine drei Learnings für alle, die nicht dabei sein konnten. 

Bevor ich meine Learnings weitergebe, kurz zum Summit als Veranstaltung: Bravo, Gratulation und meine Hochachtung an das Organisationsteam, allen voran Barbara Braehmer, die Sourcing Queen aus Deutschland und ihr Team und natürlich an Phil Tusing, der das Format 2011 in Australien etabliert hat und mittlerweile Sourcing Summits auf der ganzen Welt veranstaltet.

Ein besonderes Highlight war die Event-App Whova: Ich habe sie schon bei der Vorbereitung verwendet, nämlich zur eigenen Programmgestaltung, zum Netzwerken und sogar live bei der letzten Session, wo sich eine (aufgrund mehrerer Krankheitsfälle) sehr spontan zusammengestellte Gruppe der Diskussion Meinungsbild und Erfahrungsaustausch: Praktische Kombination von Sourcing mit Recruiting, Employer Branding und Talent Akquisition“ widmete. Moderator Jan Kirchner hat unsere Fragen direkt aus der App an die Diskussionsrunde weitergegeben. Großartig, dass die Sessions mit einem Farbcode hinterlegt waren und man nach Beginner Level und Advanced Level filtern konnte. Außerdem waren auch die Räume mit einem Farbcode versehen.

Alle Vorträge/Sessions wurden auch gefilmt und den Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt. Das ist super, denn natürlich gab es immer wieder Überschneidungen. So musste ich mich zwar vor Ort entscheiden, kann aber die anderen interessanten Sessions nachholen. Josef Kadlec vergleicht den Sourcing Summit mit Open Source, denn hier passiert Knowledge Sharing. Besser könnte ich das auch nicht ausdrücken. 😉 Klick um zu Tweeten

Meine wichtigsten Learnings vom Sourcing Summit 2019

  1. Sourcing darf nicht als gesonderte Funktion gesehen werden.
    Erfolgreiches Sourcing benötigt nicht nur Tools und Skills, es ist wichtig, dass alle Recruitingverantwortliche – also HR und Hiring Manager und im Idealfall eigentlich alle Mitarbeiterinnen – wissen, was unter Sourcing im jeweiligen Unternehmen verstanden wird und alle müssen das mittragenMindset Shift ist gefragt! 
  2.  Sourcing ist try and error.
    Ja, es gibt unzählige Tipps und Tricks, aber nicht immer funktioniert alles bei jedem. Es gibt rechtliche Grenzen (oder vielleicht Graubereiche), 😉 es gibt zielgruppenspezifische Unterschiede und es gibt Änderungen, mit denen wir leben müssen. So hat XING zum Beispiel die Boolsche Suche für Premium-Mitglieder abgeschafft (es gibt trotzdem noch Möglichkeiten, XING für Active Sourcing zu nutzen).  
  3. Tools einsetzen, die vielleicht gar nicht für Sourcing gedacht sind.
    Egal ob bei der Identifikation, in der Ansprache oder im Beziehungsmanagement: Am Markt sind sehr viele Tools, die unterstützen können. Ausprobieren und vertraut machen, entscheiden, womit man arbeiten kann und will, das gilt für alle Sourcer. 

Am Abend des 1. Tages gab es wieder eine Sourcing Challenge, an der ich gemeinsam mit vier anderen Sourcing-Expertinnen teilgenommen habe. Und was soll ich sagen, genau der Fall (drei waren gefragt), der uns einfach erschienen ist, den konnten wir nicht schnell genug lösen.

Für alle, die sich weiterführend mit Sourcing auseinandersetzen wollen, habe ich noch folgende Empfehlungen: 
Setzen Sie sich einmal wirklich mit dem Thema auseinander und hinterfragen Sie, ob Sourcing die richtige Maßnahme ist. Im nächsten Newsletter (Anfang Mai) für Social Media Recruiting-Insider gibt es eine ausführliche Zusammenfassung der lehrreichsten Vorträge mit einigen Praxistipps; wer den Newsletter noch nicht abonniert hat, sollte das am besten JETZT nachholen.

Außerdem hat Barbara Braehmer ein Buch auf den Markt gebracht, das heute erscheint: Praxiswissen Talent Sourcing: Effiziente Kombination von Active Sourcing, Recruiting und Talent Management (Haufe Fachbuch)*, davon verlose ich ein Exemplar an die Person, die jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mir als erstes die Lösung der Sourcing Challenge schickt: 
Gesucht wird eine Person aus Österreich, die aktuell als Marketing Manager arbeitet und davor als HR Manger tätig war.
Wen suche ich? Link zur Person an mich schicken, wer mir als erstes die richtige Person nennt, dem schicke ich eine Ausgabe! 
Falls Sie wissen möchten, wie Sie Kandidatinnen mit Ihrer Ansprache ganz sicher vergraulen, dazu habe ich schon 2015 ein „Praxisbeispiel“ gebracht. 😉
Ich werde 2020 ganz sicher wieder beim Sourcing Summit dabei sein und ich hoffe, das sich noch ein paar mehr Teilnehmerinnen aus Österreich finden.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Demnächst erwartet Sie ein Interview mit Jan Pichler von myVeeta. Wenn Sie Fragen haben zum Thema Talent Relationship Management, dann lassen Sie es mich wissen! Den Blogbeitrag möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

*Werbelink/Affiliate

TALENTpro 2019 – meine 3 Learnings

TALENTpro Expofestival – so lautet der korrekte Titel der TALENTpro 2019 in München. Schon 2018 war die TALENTpro ein Mix aus Messe, Kongress, BarCamp und Festival – von allem etwas aber inhaltlich ganz klar ausgerichtet auf Recruiting, Talentmanagement und Employer Branding. Ich war auf Einladung und als Vortragende von digital-recruiter dabei und habe nicht nur selbst zwei Vorträge gehalten, sondern  für alle, die nicht vor Ort sein konnten, meine Highlights dokumentiert. 

Eine Besucherin hat gemeint: „Es ist so vielfältig, laut und eindrucksvoll – Festival eben“, dem kann ich mich nur anschließen. Diesen Titel hat die TALENTpro wirklich zu recht. Bunt und vielfältig waren nicht nur die Ankündigungsplakate, sondern auch die Gestaltung der gesamten Zenith Halle. Foodtrucks, Kühlschränke mit gratis Wasser und viele Ausstellende, die Kaffee angeboten haben – die kulinarische Versorgung war tadellos. Musik hat die Stimmung immer wieder aufgelockert, ein Superman auf Stelzen ist durch die Halle marschiert und war genau so ein beliebtes Fotomotiv wie die das Monster. Hier tanzt es sogar. 😉


Vieles war sehr gut organisiert und durchdacht, die Schirme, die zur Verfügung gestanden sind, die Ladestationen für Handys und
mehrere Chill-out-Lounges zum Ausruhen zwischendurch. 
Optimierungsbedarf gibt es beim Messestandbau, es haben sich leider immer wieder Teile der Stände „verabschiedet“, so wurde permanent irgendwo geklebt und gehämmert, das Garderobenkonzept hat gleich in der Früh für einige Irritationen gesorgt und es gab auch Technik-Ausfälle, aber das gehört zu so einer Veranstaltung ja irgendwie dazu.

Großartig, dass so viele tolle Speaker da waren, leider waren immer mehrere Vorträge zeitgleich. Das bedeutet einerseits, dass man sich immer entscheiden musste, und andererseits (und das ist leider auf allen Fachveranstaltungen das größte Problem), dass sich die Vortragenden quasi duellieren. Genau gegenüber von der digital recruiter-Bühne war der LinkedIn-Stand, wir haben zeitgleich gesprochen und meine Zuhörerinnen wurden von zwei bis drei Seiten beschallt. Viele Besucherinnen haben nach einem ausgedruckten Programm gefragt, wo man sich einfach die gewünschten Vorträge markieren kann (die Digitalisierung hat eben ihre Grenzen). 😉

Das Programm war so vielfältig, dass es schwierig war, den Überblick zu behalten. Spezielle Angebote gab es für die Zielgruppen Hotellerie und Public SectorIch war leider bei keinem Vortrag vom Anfang bis zum Ende dabeiDas nehme ich mir für nächstes Jahr fest vor, mir vorab ein Programm zusammenzustellen und auch selbst wieder Impulse zu erhalten. Die TALENTpro wurde umrahmt von PreEvents und einer After Show, ich gestehe, das habe ich zeitlich nicht geschafft und wäre mir auch zu viel gewesen. Zwei Tage voller Inputs, Impulse und unzähligen Gesprächen, da tut es gut, sich am Abend ins Hotelzimmer zurückziehen zu können.


Letztes Jahr habe ich mich 
schon über Ausstellerinnen und Besucherinnen aus Österreich sehr gefreut, München ist ja nicht so weit weg. Auch heuer waren wieder viele vertreten, zum Beispiel hokifymyVeetaJoinvisioneRecruiterPrescreenFirstbirdwhatchado. Nachdem die Zukunft Personal 2019 abgesagt wurde, ist die TALENTpro im Frühjahr 2020 sicher für viele eine Alternative.
Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung 2018 war die TALENTpro heuer 2-tägig. Ich persönlich habe die Verdichtung an einem Tag sehr geschätzt, viele Ausstellerinnen haben mir das auch gesagt. Die zahlreichen Vorträge waren natürlich überschneidend und da es immer um die Themen Recruiting und Talentmanagement geht, haben einige Besucherinnen auch das Gefühl, sie haben vielleicht etwas verpasst. Laut Veranstalter waren letztes Jahr übrigens 1305 Besucherinnen da und heuer 1669. Die Anzahl der Ausstellerinnen hat sich allerdings deutlich erhöht.

Meine 3 Learnings von der TALENTpro 

  1. Google ist auf dem Vormarsch
    Alle Vorträge, die die Begriffe Google und/oder Retargeting im Titel hatten, waren sehr gut besucht. Just an dem Tag kam die Meldung, Google for Jobs startet ab sofort in Deutschland. Die einen lässt das übrigens ziemlich kalt, andere meinen, das wird die Jobsuche radikal verändern
  2. Derzeit sprießen noch fast täglich neue Jobbörsen (wie Schwammerl im Wald) aus dem Boden.
    Der Markt der Jobbörsen wird also größer und noch unübersichtlicher
    Auf der TALENTpro haben sich unzählige neue Jobbörsen, die meisten mit dem Fokus auf eine bestimmte Zielgruppe, präsentiert.
  3. Auch Sourcing war offenbar sehr gefragt
    Es waren Unternehmen vertreten, die Lösungen für das finden von Profilen haben, die das Sourcing von Profilen quasi übernehmen. Sourcing-Outsourcing also. Hier gibt es gleich noch einen Veranstaltungshinweis von mir: den Sourcing Summit im April, ebenfalls in München, ich bin heuer als Ambassador dabei und bin schon sehr gespannt auf neue Sourcing Hacks. 
Wer sich Inputs zu aktuellen Recruiting Trends und einen Überblick über aktuellen Softwarelösungen für Recruiting, Employer Branding und Talentmanagement schaffen möchte, der sollte die TALENTpro 2020 nicht verpassen. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Vorfreude ist die beste Freude, deshalb hier das Thema von nächster Woche: Facebook Recruiting, denn dazu gibt es was Neues! Das möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und immer am Monatsanfang alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten – damit Recruiting wieder einfach wird.