Content-Tipps für dein Social Media Recruiting

Content-Tipps für dein Social Media Recruiting

„Social Media betrifft uns nicht, das meinen zumindest meine Chefinnen.“
„Wir haben einen Facebook Account, aber den dürfen wir nur für Kundenthemen nutzen.“
„Es gibt gar keinen Social Media Auftritt, wir wüssten gar nicht, wer das machen soll.“
„Bei uns im Unternehmen gibt es dafür kein Budget.“ 

So und ähnlich lauten oft die Aussagen bei Vorträgen oder auch Workshops, die ich halte, wenn es um das Thema Social Media Recruiting geht. Die schlechte Nachricht: Wenn es eine grundsätzliche Entscheidung gibt, dass Social Media für das Unternehmen nicht relevant ist, dann wird es kaum bis gar nicht möglich sein, Social Media-Recruiting zu implementieren. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass es zumindest Google-Expertinnen gibt und die Karrierewebsite und die Jobbörse entsprechend aufgebaut sind. Wenn es aber bereits für Marketingzwecke Social Media Kanäle gibt, dann ist es mehr als sinnvoll, diese gleich auch für Recruiting einzusetzen.

Hier ein paar Tipps:

  • Bewerberinnen interessieren nicht ausschließlich Jobinserate, sondern vielmehr bestimmte Themen. Dein Unternehmen steht für bestimmte Fachgebiete und kommuniziert dazu auch über Social Media? Perfekte Voraussetzungen. Du kannst diese Inhalte ganz einfach über deine persönlichen Profile zum Beispiel auf XING oder LinkedIn teilen und vor allem die Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Fachabteilungen ermuntern, dies ebenfalls zu tun.
  • Es gibt gar keine Social Media Kanäle? Haben du und deine Kolleginnen Profile auf XING, LinkedIn und Co? Und es gibt eine Unternehmenskommunikation? Perfekt. Dann hast du nämlich auch Inhalte, die du schnell und regelmäßig teilen kannst. Welche das sind? 
      • Es gab einen Bericht über eines eurer Projekte in der Zeitung? Teilen. 
      • Deine Lehrlinge haben einen Wettbewerb gewonnen? Teilen. 
      • Eine Mitarbeiterin ist jetzt Führungskraft? Teilen. 
      • Dein Unternehmen baut einen neuen Standort auf oder aus? Teilen. 

Du merkst schon worauf ich hinaus will, oder? Inhalte sind da, und es gibt wohl keine Unternehmensleitung, die sich nicht wünscht, dass Presseberichte oder -mitteilungen so großzügig wie möglich verteilt werden. Mehr zum Thema gibts in meinem Social Media Recruiting Bootcamp am 16. und 17. Oktober in Wien, da erfährst du alles rund um Content und wie du potenzielle Bewerberinnen auf Social Media am besten erreichst. Die Plätze sind limitiert, es heißt schnell sein! 😉

Du kannst vorhandene Inhalte übrigens auch nützen, um Beziehungspflege zu potenziellen Mitarbeiterinnen zu betreiben. Du hast einen Talentepool aufgebaut und fragst dich, was du kommunizieren kannst? Halte dich an die PR-Mitteilungen. Sortiere ein wenig nach den Interessen der Zielgruppe aus und halte so Kontakt. 

Jetzt mal ganz unter uns: Lass PR die Arbeit machen und du teilst einfach – das ist doch die perfekte Aufgabenteilung, oder? Wie sich HR und PR gegenseitig unterstützen können, ist übrigens Thema vom ersten XING Puls HR Event in Wien am 01. Oktober 2019 um 18:00 Uhr. Kommst du vorbei? 

Setze auf Inhalte, die es schon gibt und teile diese über Social Media Kanäle – damit Recruiting wieder einfach wird. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche beschreibe ich die 5 Gründe, warum dein Recruiting nicht erfolgreich ist. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Cat Content macht glücklich

Cat Content macht glücklich

Cat Content macht glücklich und Social Media wird zur Unterhaltung konsumiert – aber kann man Katzenbilder im Recruiting einsetzen? Und dann so, dass es auch noch unterhaltsam ist? Dieser Blogbeitrag widmet sich passend zum Weltkatzentag letzte Woche ganz dem Thema Wohlfühlcontent und dabei stelle ich auch gleich meine Lieblingsaccounts vor, die immer eine positive Wirkung erzielen – wenn auch ohne Katzen. 😉
Warnung: Diesen Beitrag besser nicht im Großraumbüro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln lesen. Lautes Lachen kann nicht ausgeschlossen werden.

Über 60 % der Österreicherinnen und Österreicher haben 2018 Social Media für private Zwecke genutzt, 59 % haben nach Informationen gesucht. Das bildet ab, was Menschen im Internet vorrangig suchen: Informationen und Unterhaltung.

Was uns da genau unterhält, wird immer wieder untersucht. Es gibt sogar eine Studie, die sich damit beschäftigt, warum uns Katzenvideos glücklich machen. Ich bin ja mehr der Hundefan, aber ich persönlich nutze Social Media entweder um mich zu informieren, was es in Sachen Active Sourcing bzw. zum Traumberuf Recruiting Neues gibt, oder eben um mich zu unterhalten. Dafür besuche ich regelmäßig meine Lieblingsaccounts, die bei mir dasselbe auslösen wie Cat Content:

  • Auf Twitter: Twitterperlen bringt täglich eine Übersicht der 10 besten deutschsprachigen Tweets und stellt jede Woche Twitterer vor, die meist einen hervorragenden Wortwitz haben. 
  • Facebook: Egal, ob man Smoothies mag oder nicht – der Account von true fruits steht für Social Media Postings, die nicht Everybody’s -Darling sind. Beispiel: Das „f“ in Montag steht für fröhlich. #vielleichtmagmontagdichauchnicht. Ob ihre Sprüche immer politisch korrekt sind? Sicher nicht, aber ihre Texte unterscheiden sich klar von anderen am Markt und Angst zu polarisieren haben sie dabei keine – auch wenn sie dabei manchmal zu weit gehen. 
  • Instagram: Celeste stellt – in ihrer eigenen sehr speziellen Art – Fotos und Videos von Promis nach. Sie nimmt die perfekt inszenierte Instawelt auf die Schaufel und wurde so selbst zum Star. So hat sie es etwa auf das Cover der portugiesischen Ausgabe der Vogue geschafft. 
  • YouTube: Natürlich bin ich Fan der TED-Videos, dieses steht ganz oben auf meiner Fun Playlist. 
  • Außer Konkurrenz (und auf allen Social Media-Kanälen zu finden): truffls. Die Wortakrobatinnen verbinden Recruiting und Schmäh (obwohl sie aus Deutschland sind).

Außerhalb des Rankings hier auch noch Recruiting bezogener Cat Content:

Mein Fazit zum Thema Cat Content und Recruiting: Glückliche Recruiterin, glückliche Hiring Manager = glückliche Bewerber. So einfach ist das. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia


PS: Recruitingpraxis macht Sommerpause! In 2 Wochen gibt es einen Überblick über HR-Events und Recruiting-Weiterbildungen im 2. Halbjahr 2019 in und um Österreich. Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben. Noch besser: Meinen Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten – damit Recruiting wieder einfach wird.

Möglichkeiten für LinkedIn-Recruiting

LinkedIn ist mit derzeit über 630 Millionen Mitgliedern das größte professionelle Netzwerk der Welt. In der DACH-Region gibt es mehr als 13 Millionen Mitglieder, davon mehr als 1 Million in Österreich. Seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2016 hat die Plattform nicht nur konstant an Nutzerinnenzahlen zugelegt, es gibt vor allem immer mehr Möglichkeiten, die wir im Recruiting und im Active Sourcing nutzen können.

Und hier beginnt die Herausforderung: Die Angebote im Recruiting und Sales sind bereits so vielfältig, dass man sich ohne Hilfestellung durch LinkedIn und konkrete Ziele schnell verlieren kann. Einen fundierten Überblick über alle Möglichkeiten zu geben sprengt einen Blogbeitrag bei weitem, das wäre wohl eher ein Halbtages-Workshop-FormatVielleicht sollten wir das im Herbst andenken? 😉

Ich habe mich mit Thoman Gaiswinkler er ist zuständig für Employer Branding & Recruiting für Österreich – zu einem Online-Meeting verabredet und versucht, mich gemeinsam mit seiner Hilfe durch den Angebotsdschungel zu kämpfen. Zurzeit betreue ich auch einen Kunden, der LinkedIn vermehrt in seine Recruiting-Strategie einbinden möchte. Das heißt, ich habe auch einen längeren Termin mit einem Account Manager aus München gehabt und mir mehrere Produkte ausführlich erklären lassen, um zu einer guten Entscheidung zu gelangen.

Die wichtigsten Möglichkeiten habe ich in diesem Video aufbereitet, es gibt jedoch weit mehr. 

Wie auf jeder Plattform, gibt es auch bei LinkedIn Möglichkeiten, diese kostenfrei zu nützen bzw. auf bezahlte Formate zu setzen. In der kostenfreien Version gibt es sowohl für Personen als auch für Unternehmen aktuell wesentlich mehr Funktionen als bei XING

Meine 3 sofort umsetzbaren Tipps für Recruiting mit LinkedIn

  1. Meine erste Empfehlung ist, in jedem Fall die kostenfreien Funktionen zu bespielen, zum Beispiel Content für potenzielle Mitarbeiterinnen über das Unternehmensprofil zu veröffentlichen und die schon bei euch tätigen Menschen zu ermuntern, diesen zu teilen. 
  2. Mein ganz persönlicher Favorit sind die „Work with us“-Anzeigen. Diese werden automatisch bei den Profilen von Mitarbeiterinnen Ihres Unternehmens angezeigt und weisen eine deutlich höhere Klickrate auf als „normale“ Stellenanzeigen. 
  3. Schauen Sie sich auch die Sales-Lösungen an, da ist einiges dabei, das auch für Recruiting perfekt funktioniert. 

Sie fragen sich, ob es den Aufwand wert ist, LinkedIn in Ihre Recruiting-Strategie einzubinden? Ich kann Ihnen nur dazu raten, denn eine Plattform mit solch großem Potenzial links liegen zu lassen, können sich nur die wenigsten… Klick um zu Tweeten Sind Sie auf den Geschmack gekommen, brauchen aber Unterstützung? Kein Problem, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Sie möchten keinen Blogbeitrag verpassen? Nächste Woche beschreibe ich, warum ich denke, dass Recruiting ein wirklich toller Job ist. Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.
PPS: Ich wurde für diesen Blogbeitrag nicht bezahlt, gebe meine Erfahrung und meine Meinung wieder, aber ich fürchte ich muss ihn dennoch als Werbung kennzeichnen, mache ich hiermit. 

Job-Marketing in 10 Schritten

Job-Marketing ist das heutige Stichwort und es geht dabei nicht um einen Job im Marketing. Ist ja schließlich ein Recruiting-Blog 😉. Trotzdem hat Recruiting immer mehr mit Marketing zu tun. Ich finde das großartig, kann ich doch meine bisherigen beruflichen Herkünfte und Erfahrungen perfekt kombinieren. 

Im Unterschied zum Recruiting-Marketing geht es beim Job-Marketing immer um ein ganz konkretes Ziel: Frei nach Philip Kotler (vgl.: Grundlagen des Marketings*) beschäftigt sich Job-Marketing intensiv mit dem Markt, genauer mit der marktgerechten Gestaltung eines Stelleninserates, dem besten Preis, der Kommunikation und den optimalen Distributionswegen.

Übersetzt bedeutet das,  

  • ich kenne meine Branche, meine Zielgruppe (also in unserem Fall potenzielle Bewerberinnen anstelle von Kundinnen), und den Arbeitsmarkt. 
  • Ich spreche die Sprache meiner Zielgruppe, weiß welche Schlagwörter gut ankommen und auch welche Bilder eingesetzt werden können. 
  • Ich weiß, wie viel Budget ich einsetzen muss, welche Plattform zielführend ist und welche ich weglassen kann, welche Möglichkeiten – aber auch welche Einschränkungen – diese mit sich bringt. 
  • Und bin außerdem in der Lage, dies alles mit den Anforderungen und Werten meines Unternehmens in Einklang zu bringen. 

Ja, das hört sich gar nicht so einfach an – ist es auch nicht.

Keine Sorge, ich habe mir natürlich überlegt, wie ich hier am besten helfen kann.
Social Media Recruiting-Insider erhalten am Sonntag einen One-Pager mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Indianaehrenwort (äh, ist das eigentlich noch politisch korrekt?) – das stimmt tatsächlich. Ich verrate nicht nur, welche Schritte IMMER, IMMER, IMMER sinnvoll sind und umgesetzt werden sollen, sondern auch, wie man schnell – und ohne viel Marketing Know-how – eine Job-Marketing-Strategie aufsetzt, die wirkt.

Warum benötigt jede offene Position eine eigene Job-Marketing-Strategie? Weil es One-size-fits-all hier genauso wenig spielt wie beim Recruiting-Prozess. Die Job-Marketing-Strategie für Menschen in der Produktion sieht garantiert anders aus als zum Beispiel für Digital-Positionen, für Berufseinsteigerinnen anders als für „alte Hasen“für Positionen, die erfahrungsgemäß schwieriger zu besetzen sindanders als für Positionen, für die es üblicherweise genügend Bewerbungen gibt.

Marketing kostet Geld, im klassischen Sinn ist das Ziel allerdings, dadurch Umsätze zu generieren. Beispielsweise, indem man die zuvor definierte Zielgruppe dazu bringt, das Produkt zu kaufen. Job-Marketing verursacht ebenfalls Kosten, darum ist es umso wichtiger, genau zu wissen, wofür das (hoffentlich) vorhandene Budget eingesetzt wird. Sinnlos ist es, einfach ohne zu hinterfragen, ob dies wirklich zielführend ist, auf den immer gleichen Plattformen zu posten. 
Verantwortlich für die Job-Marketing-Strategie ist aus meiner Sicht immer RecruitingBeginnen Sie mit der Definition der Zielgruppe zum Beispiel mit der Candidate-Persona-Methode. Dafür benötigen Sie die Unterstützung der Hiring Manager und gerne der künftigen Teammitglieder. 

Eignen Sie sich Know-how über den Arbeitsmarkt und mögliche Plattformen an. Setzen Sie meine 10 Schritte zum Job-Marketing um und Recruiting wird wieder einfach. 😉

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche erwartet Sie ein Video mit LinkedIn-Recruiting-Tipps. Das möchten Sie auf keinen Fall verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

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Zahlen, Daten und Fakten zu Social Media-Recruiting

Zahlen, Daten und Fakten zu Social Media-Recruiting

Social Media Recruiting – ist das eigentlich sinnvoll? In diesem Blogbeitrag gibt es Zahlen, Daten und Fakten als Entscheidungshilfe. Die zeige ich sonst in meinen Workshops und ich versuche sie immer halbwegs aktuell zu halten. Heute die geballte Ladung im Blog.

Beginnen wir mit der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt in Österreich: 

  • Im Februar 2019 waren 137.121 Frauen und 206.279 Männer arbeitslos gemeldet, das sind 343.400 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das insgesamt 21.250 Arbeitslose weniger.  
  • Die meisten Arbeitslosen wohnen (mit Abstand) in Wien, hier sind es 125.409 insgesamt, gefolgt von Niederösterreich mit 60.104 und Oberösterreich mit 40.707 arbeitslos gemeldeten Personen.  
  • Die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren beträgt 33.752, im Haupterwerbsalter von 25 bis 49 Jahre sind 198.806 beim ams gemeldet, bei ab 50-Jährigen 110.842.  
  • Die größte Gruppe an Arbeitslosen bezogen auf die Ausbildung hat max. einen Pflichtschulabschluss, 153.085 Personen sind hier von Arbeitslosigkeit betroffen. Danach kommen die Lehrausgebildeten, hier sind es 112.976 Betroffene.  
  • 13.256 Personen mit Behinderung sind arbeitslos gemeldet. 
  • Im Februar 2019 gab es 72.280 sofort verfügbare offene Stellen und 5.791 offene Lehrstellen; das sind 844 Lehrstellen mehr als im Vorjahr.  

Hier eine Abbildung der arbeitslos gemeldeten Personen mit ihrer Qualifikation:

Stellt man diese Fakten gegenüber und berücksichtigt noch die Tatsache, dass die Bevölkerung in Österreich stetig ansteigt, die Zahl der erwerbstätigen Personen jedoch mehr oder weniger gleichgeblieben ist, dann zeigt sich eines sehr deutlich: Post & Pray ist heute keine erfolgsversprechende Recruitingstrategie mehr. 

Warum Social Media-Recruiting mehr als eine Überlegung wert ist, verdeutlicht diese Grafik sehr eindrucksvoll: 

Es gibt noch deutlich mehr Optionen, abhängig von den Interessen und dem Alter der Zielgruppe, der Region in bzw. für die gesucht wird – und durchaus auch von der jeweiligen Branche. Auch wenn das immer weniger eine Rolle zu spielen scheint, ich kenne auch eine Bank, die eine Recruitingkampagne auf Tinder gestartet hat. Einen Überblick über die Möglichkeiten liefert das Social Media Prisma:

Kaufentscheidungen werden durch die Sozialen Media beeinflusst, sie dienen als Nachrichtenkanal und was es mit dem Vergleich zwischen Goldfischen und Menschen auf sich hat, sieht man unter anderem in diesem Video (das nur 2 Minuten 30 dauert). 

XING verkündete soebendie 16 MillionenUserGrenze im DACHRaum geknackt zu haben, LinkedIn hat im Februar 2019 13 Millionen deutschsprachige Mitglieder kommuniziert. Ich hoffe, ich bekomme demnächst konkrete Zahlen für Österreich, die liefere ich in einem eigenen Blogbeitrag nach.  
Auf Twitter tummeln sich mehr als 150.000 Menschen aus Österreich (konkrete Zahlen liegen nicht vor), auf Facebook knapp 4 Millionen und die meisten Zuwächse verzeichnet Instagram mit derzeit ca. 2,5 Millionen Usern in Österreich (2018 waren es noch 2.3 Mio.). Spitzenreiter ist WhatsApp, das nützen über 6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, dicht gefolgt von YouTube.  
Welche Plattformen zum Beispiel Jugendliche in Österreich nutzen zeigt uns die Statistik von Saferinternet.at:

Ich hoffe, diese kleiner Zahlenspielerei ist hilfreich, wenn Sie demnächst argumentieren müssen, warum Social Media Recruiting nicht nur ein nice-tohave ist!

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächsten Freitag geht es darum, warum und wie wir im Recruiting Entscheidungen treffen. Das möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.

Social Media-Recruiting: Alternativen zu Facebook und Co

Social Media-Recruiting: Alternativen zu Facebook und Co

Social Media-Recruiting bedeutet, auf Plattformen wie XING, LinkedIn oder in den Sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter als Arbeitgeberin präsent zu sein und – im Idealfall – in Kontakt mit potenziellen Mitarbeiterinnen zu kommen. Eine Auflistung über die für viele bereits bekannten Möglichkeiten habe ich schon gemacht, dieser Blogbeitrag liefert eine Ergänzung: Welche Möglichkeiten gibt es abseits von Facebook und Co? Das ist aber nur der erste Streich, denn nächste Woche geht es weiter mit Zahlen, Daten, Fakten zur Social Media Nutzung in Österreich. 

Jodel
Jodel ist eine App, die darauf abzielt, dass Menschen lokal miteinander interagieren. Die App macht es ihren Nutzerinnen möglich, anonymisiert Beiträge namens  Jodel zu veröffentlichen, die ausschließlich in einem Radius von zehn Kilometern für andere Userinnen sichtbar sind. Als Beitrag kann entweder ein Text (limitierte Zeichenzahl) oder ein Foto mit einem kurzen Kommentar gepostet werden. Jeder Beitrag kann anschließend von anderen Userinnen im Umkreis positiv oder negativ bewertet sowie kommentiert werden. 
Für Recruitingverantwortliche sind Jodel-Nutzerinnen durchaus interessant: 95 % sind zwischen 18 und 26 Jahre alt. Davon sind 70 % Studentinnen und 28 % Young Professionals bzw. Akademikerinnen. 
Seit 2018 können in der App Werbeanzeigen geschalten werden, 2019 wurde die Digitale Litfaßsäule eingeführt. Dabei kann jeder fünfte Post im Feed für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden, der Preis ist abhängig vom eigenen Engagement in der Jodel-Community. Wer vor allem lokal recruiten/werben möchte, ist bei Jodel gut aufgehoben.  

Tinder
Hier gibt es ein Best-practice-Beispiel: Eurowings war in Deutschland und Österreich die 1. Airline mit einer Kampagne auf Tinder – und das 1. Unternehmen mit einer Recruiting-Aktion, um Flugbegleiterinnen anzuwerben. 600.000+ Userinnen haben sie gesehen, fast jede 10. hat das Profil angeklickt. Auch das Medien-Echo war groß, es gab unzählige Beiträge in der nationalen und internationalen Presse. Insgesamt wurde eine Reichweite generiert, die dem 10-fachen Mediaspending der Kampagne entsprach. Die Visits der Eurowings-Karriereseite stiegen um 38 % und allein für München gab es ein Plus von 37 % an Bewerbungen.  
Wer ähnlich erfolgreich werben möchte, muss kreativ werden – dann steht einem Swipe nach rechts nichts mehr im Wege  😉 

TikTok
TikTok ist eine globale Video-Community, bei der kurze und unterhaltsame Videos geteilt werden. Das Besondere sind die angebotenen Spezialeffekte, Filter und Sticker, die in die Videos eingefügt werden können. Über 500 Millionen Downloads sprechen für sich, die vor allem in Asien sehr populäre App wird auch bei uns immer beliebter. Auch die Verweildauer steigt und steigt, ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Die Zielgruppe ist eher jung, vor allem Teenager nutzen TikTok (Gen Z), um lustige Videos zu teilen. 

Erst seit kurzem bietet die App die Möglichkeit, Werbung zu schalten: Entweder als Video Ads im Feed oder Vollbildanzeigen, die die Seite bedecken, wenn die App geöffnet wird. Bei beiden Varianten können Links zu Fremdseiten integriert werden. Wer eine Vollbildanzeige buchen möchte, braucht aber vor allem das passende Kleingeld: Im Internet kursiert, dass die Beiträge für eine Vollbildanzeige teilweise zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar kosten. 

Pinterest
Pinterest ist im Wesentlichen eine Suchmaschine, bei der Bilder und Videos zu bestimmten Themen an virtuelle Pinnwände geheftet werden können. Somit kann man sich Bildersammlungen nach Interesse sortiert anlegen, die zu Websites außerhalb von Pinterest verlinken. So gesehen ist Pinterest eigentlich eine Linksammlung, die man mittels Bilder sortiert. Das Besondere im Vergleich zu anderen Netzwerken: Hasspostings, Gewalt und Pornografie sind nicht vorhanden, Input für die Hochzeitstafel oder Wohnideen stehen im Vordergrund.   
Vor allem Frauen sind auf der Plattform auf der Suche nach Inspiration unterwegs, Männer eher in der Unterzahl. Altersmäßig findet man vorrangig  Millenials auf der Plattform.  
Das Netzwerk ist seit kurzem börsenotiert und bietet für Händlerinnen eine Einkaufskorbfunktion, allerdings auch klassische Ads-Kampagnen mit Promoted Pins und Targetingfunktion. Im Recruiting könnte es vor allem für Employer Branding interessant sein, Pinterest zu nutzen – sofern man es richtig macht.  

Reddit
Ist vor allem ein in den USA populärer Social-News-Aggregator, also ein Mix aus Diskussionsplattform und Link-Verteiler. Die Inhalte sind in Foren (Subreddits) unterteilt, die Userinnen werden Redditors genannt. Durch die Subreddits ist es möglich, auch sehr spitze Zielgruppen zu erreichen, vor einer breiten Streuung ist abzusehen, da durch die einzelnen Communities das Filterblasen-Phänomen sehr ausgeprägt ist.  
Es finden sich rund 138.000 Communities und etwa 330 Millionen Menschen nutzen Reddit. Für Werbezwecke können Promoted Posts geschalten werden, Targeting ist außerhalb der Staaten aber nur eingeschränkt möglich. 

Tumblr
Auf Tumblr kann jeder seinen eigenen Blog betreiben und Bilder, Videos und Texte veröffentlichen. Man muss aber nicht unbedingt selbst bloggen, sondern kann auch nur anderen Blogs folgen und diese lesen. Beliebt ist die Zitier-Funktion „Rebloggen“, denn wird etwas auf Tumblr gepostet, kann der Beitrag von jeder anderern Userin in den eigenen Blog aufgenommen werden.  Die Zugriffszahlen sind leider nach Einrichten eines Pornofilters immens gesunken, das Hochladen von Erwachseneninhalten ist seit dem Vorjahr verboten.  Wie sich das langfristig entwickeln wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. 
Die Bandbreite an Themen auf Tumblr ist auch für Unternehmen interessant, da man sehr einfach auf die vertretenen Zielgruppen zugeschnittenen Content spreaden kann. 

Die Underdogs
Es gibt natürlich unzählige weitere Plattformen, alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Allerdings möchte ich verdeutlichen, wie facettenreich und vielfältig das Angebot an Netzwerken ist, jede erdenkliche Nische/Zielgruppe/Interessensgemeinschaft wird bedient. Mit etwas Recherche ist es durchaus sinnvoll, sich an die Underdogs heranzuwagen und dort gezielt potenzielle Mitarbeiterinnen anzusprechen – allerdings sollte man bedenken, sich bei der Ansprache immer der Umgebung anzupassen.

Discordapp.com  
Discord (auch Discordapp) ist ein kostenloses Sprach- und Textchat mit Instant Messaging-Funktion, wo Gamer sich austauschen können, Sprach- und Videokonferenzen sind ebenfalls möglich.  

 Spin.de  
Chatseite, Diskussionsforum, Spiele-Plattform und Blogsammlung in einem – eher als Freitzeitbeschäftigung gedacht und „nur“ von ein paar Tausend genutzt, allerdings soll das Katzenforum bei einschlägigem Interesse einen Besuch wert sein 😀 

Yooco.de  
Community-Plattform mit 250.000 Social Websites mit über einer Million Mitgliedern (Eigenangabe). Hier können sich Menschen mit gleichen Interessen miteinander verbinden, etwa im Trucker-Treffen-Chat, der Night Angels-Community für Heavy Metal-Fans oder in dem Soldaten-Treff. Es gibt mehrere hundert Community-Seiten, allerdings nicht wenige mit nur einem Mitglied… 

Fazit
Über den Tellerrand hinausschauen, Möglichkeiten erkennen und nutzen – das sind derzeit die Chancen, die wir haben, um im Recruiting auch abseits der altbekannten und teilweise nicht mehr funktionierenden Wege neue einzuschlagen. Klick um zu TweetenEs gilt, mehr auszuprobieren und auch unserer Kreativität wieder mehr Spielraum einzuräumen. 
Welche Möglichkeiten abseits der klassischen Jobportale nutzen Sie schon oder möchten Sie gerne nützen? Gibt es Beispiele? 
Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche präsentiere ich Daten, Zahlen und Fakten rund um Social Media, die Ihnen vielleicht die Entscheidung erleichtern, beim Social Media-Recruiting neue Wege einzuschlagen. Das möchten Sie nicht verpassen? Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.