TALENTpro Expofestival – so lautet der korrekte Titel der TALENTpro 2019 in München. Schon 2018 war die TALENTpro ein Mix aus Messe, Kongress, BarCamp und Festival – von allem etwas aber inhaltlich ganz klar ausgerichtet auf Recruiting, Talentmanagement und Employer Branding. Ich war auf Einladung und als Vortragende von digital-recruiter dabei und habe nicht nur selbst zwei Vorträge gehalten, sondern  für alle, die nicht vor Ort sein konnten, meine Highlights dokumentiert. 

Eine Besucherin hat gemeint: „Es ist so vielfältig, laut und eindrucksvoll – Festival eben“, dem kann ich mich nur anschließen. Diesen Titel hat die TALENTpro wirklich zu recht. Bunt und vielfältig waren nicht nur die Ankündigungsplakate, sondern auch die Gestaltung der gesamten Zenith Halle. Foodtrucks, Kühlschränke mit gratis Wasser und viele Ausstellende, die Kaffee angeboten haben – die kulinarische Versorgung war tadellos. Musik hat die Stimmung immer wieder aufgelockert, ein Superman auf Stelzen ist durch die Halle marschiert und war genau so ein beliebtes Fotomotiv wie die das Monster. Hier tanzt es sogar. 😉


Vieles war sehr gut organisiert und durchdacht, die Schirme, die zur Verfügung gestanden sind, die Ladestationen für Handys und
mehrere Chill-out-Lounges zum Ausruhen zwischendurch. 
Optimierungsbedarf gibt es beim Messestandbau, es haben sich leider immer wieder Teile der Stände „verabschiedet“, so wurde permanent irgendwo geklebt und gehämmert, das Garderobenkonzept hat gleich in der Früh für einige Irritationen gesorgt und es gab auch Technik-Ausfälle, aber das gehört zu so einer Veranstaltung ja irgendwie dazu.

Großartig, dass so viele tolle Speaker da waren, leider waren immer mehrere Vorträge zeitgleich. Das bedeutet einerseits, dass man sich immer entscheiden musste, und andererseits (und das ist leider auf allen Fachveranstaltungen das größte Problem), dass sich die Vortragenden quasi duellieren. Genau gegenüber von der digital recruiter-Bühne war der LinkedIn-Stand, wir haben zeitgleich gesprochen und meine Zuhörerinnen wurden von zwei bis drei Seiten beschallt. Viele Besucherinnen haben nach einem ausgedruckten Programm gefragt, wo man sich einfach die gewünschten Vorträge markieren kann (die Digitalisierung hat eben ihre Grenzen). 😉

Das Programm war so vielfältig, dass es schwierig war, den Überblick zu behalten. Spezielle Angebote gab es für die Zielgruppen Hotellerie und Public SectorIch war leider bei keinem Vortrag vom Anfang bis zum Ende dabeiDas nehme ich mir für nächstes Jahr fest vor, mir vorab ein Programm zusammenzustellen und auch selbst wieder Impulse zu erhalten. Die TALENTpro wurde umrahmt von PreEvents und einer After Show, ich gestehe, das habe ich zeitlich nicht geschafft und wäre mir auch zu viel gewesen. Zwei Tage voller Inputs, Impulse und unzähligen Gesprächen, da tut es gut, sich am Abend ins Hotelzimmer zurückziehen zu können.


Letztes Jahr habe ich mich 
schon über Ausstellerinnen und Besucherinnen aus Österreich sehr gefreut, München ist ja nicht so weit weg. Auch heuer waren wieder viele vertreten, zum Beispiel hokifymyVeetaJoinvisioneRecruiterPrescreenFirstbirdwhatchado. Nachdem die Zukunft Personal 2019 abgesagt wurde, ist die TALENTpro im Frühjahr 2020 sicher für viele eine Alternative.
Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung 2018 war die TALENTpro heuer 2-tägig. Ich persönlich habe die Verdichtung an einem Tag sehr geschätzt, viele Ausstellerinnen haben mir das auch gesagt. Die zahlreichen Vorträge waren natürlich überschneidend und da es immer um die Themen Recruiting und Talentmanagement geht, haben einige Besucherinnen auch das Gefühl, sie haben vielleicht etwas verpasst. Laut Veranstalter waren letztes Jahr übrigens 1305 Besucherinnen da und heuer 1669. Die Anzahl der Ausstellerinnen hat sich allerdings deutlich erhöht.

Meine 3 Learnings von der TALENTpro 

  1. Google ist auf dem Vormarsch
    Alle Vorträge, die die Begriffe Google und/oder Retargeting im Titel hatten, waren sehr gut besucht. Just an dem Tag kam die Meldung, Google for Jobs startet ab sofort in Deutschland. Die einen lässt das übrigens ziemlich kalt, andere meinen, das wird die Jobsuche radikal verändern
  2. Derzeit sprießen noch fast täglich neue Jobbörsen (wie Schwammerl im Wald) aus dem Boden.
    Der Markt der Jobbörsen wird also größer und noch unübersichtlicher
    Auf der TALENTpro haben sich unzählige neue Jobbörsen, die meisten mit dem Fokus auf eine bestimmte Zielgruppe, präsentiert.
  3. Auch Sourcing war offenbar sehr gefragt
    Es waren Unternehmen vertreten, die Lösungen für das finden von Profilen haben, die das Sourcing von Profilen quasi übernehmen. Sourcing-Outsourcing also. Hier gibt es gleich noch einen Veranstaltungshinweis von mir: den Sourcing Summit im April, ebenfalls in München, ich bin heuer als Ambassador dabei und bin schon sehr gespannt auf neue Sourcing Hacks. 
Wer sich Inputs zu aktuellen Recruiting Trends und einen Überblick über aktuellen Softwarelösungen für Recruiting, Employer Branding und Talentmanagement schaffen möchte, der sollte die TALENTpro 2020 nicht verpassen. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia

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