Wer hatte schon einmal ein Workdate? Natürlich alle, die regelmäßig mit ihren Kolleginnen und Kollegen gemeinsam die Mittagspause verbringen. Zumeist sind das Personen, die man bereits kennt und mit denen man sich versteht oder einfach aus der eigenen Abteilung (wobei das jetzt nicht ausschließen soll, das man sich mit denen nicht gut versteht ;-). Ich meine aber eher ein „Blind Workdate“!

Ja genau, ein Workdate mit einer (vielleicht) unbekannten Person aus dem eigenen Unternehmen. Wofür soll das gut sein und wie funktioniert das?
Workdate ist eine HR Softwarelösung, die in Stockholm entwickelt wurde. Primär wird Workdate unternehmensintern eingesetzt. „Es unterstützt Arbeitgeber dabei, ihre Mitarbeiter besser miteinander zu vernetzen. Silodenken abbauen, Onboarding verbessern, Change unterstützen. Workdate vernetzt Ihre Mitarbeiter durch automatisch generierte Kalendereinladungen zu gemeinsamen Mittagessen, Kaffeepausen oder After-Works!“
Ich habe letzte Woche Christoph Skrobol, den Geschäftsführer von Workdate in Stockholm getroffen und mir ein paar Hintergrundinfos erzählen lassen (keine Kosten und Mühen scheuen wir hier für den Blog ;-)!
Workdate entwickelte sich 2016 aus der Plattform Careerdate: Careerdate ist eine Plattform, über die sich Kandidaten und Unternehmen zu persönlichen Treffen verabreden können. Dabei kann es sich um einen Lunch, ein After-Work, eine Werksführung oder ein 4-Augen-Gespräch im Rahmen einer Karrieremesse handeln. „Wir sind der Meinung, dass sich Menschen nur dann wirklich kennenlernen, wenn sie sich persönlich begegnen.“ Ja dieser Meinung schließe ich mich an.
Kunden haben das Team von Careerdate dann darum gebeten, die Plattform auch unternehmensintern verwenden zu dürfen, Workdate war geboren. Workdate ermöglicht interdisziplinäre Zusammenarbeit und war bereits Auslöser für innovative Projekte in Unternehmen. Gerade die Kommunikation über die Abteilungsgrenzen hinweg funktioniert oft nicht oder nur schleppend. Da kann Workdate quasi als Sprungbrett benutzt werden. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf größeren Firmenevents nicht so wohl fühlen, ist das 2-er Gespräch oft von Vorteil. Und durch die Auslosung muss man auch niemanden ansprechen – ähnlich dem Prinzip von Singlebörsen – kuppeln auf Unternehmensebene quasi.
Einige Unternehmen verwenden Workdate schon im Onboarding, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter losgelöst von Einschulungsplänen und Schnittstellen-Thematik mit Kolleginnen und Kollegen an einen Tisch zu bringen. Und im Gegensatz zu einem privaten Blinddate hat man sicher ein Gesprächsthema – das eigene Unternehmen nämlich.
Noch gibt es keine Unternehmen in Österreich, die Workdate nutzen aber vielleicht machen die Kolleginnen und Kollegen aus HR einfach einmal den Anfang?! Ein ganz neues Angebot ist nämlich die Workdate Community. „Workdate ist ein algorithmus-gesteuerter Zufallsgenerator, der Ihnen regelmäßig Kollegen/innen aus der HR-Community zulost, und Sie via Kalendereinladung zu gemeinsamen „Workdates“ einlädt.“
Mitmachen ist denkbar einfach: auf https://workdate.com/de/community/wien in ca. 5 Sekunden anmelden und angeben, wie oft und zu welcher Tageszeit man sich treffen möchte.

Sobald sich 30 Personen in derselben Stadt registriert haben, geht es los mit der Auslosung. In München, Zürich und Hamburg findet Workdates innerhalb der HR Community bereits statt. In Wien haben sich aktuell 17 Personalistinnen und Personalisten registriert, wie schnell schaffen wir 30? Wer hat Interesse an einem Workdate (und wir müssen nicht einmal nach Stockholm fliegen dafür ;-)?
Herzliche Grüße
Claudia