Aus über 150 Online Jobbörsen am österreichischen Markt schnell die optimale Auswahl zu treffen ist fast unmöglich. Meist verlässt man sich auf die Big Player oder greift auf bekannte (und bewährte) Jobbörsen zurück. 

2001 ging die erste österreichische Jobbörse Jobfinder online, diese wurde 2007 von Stepstone gekauft. 2004 folgte karriere.at, nach eigenen Angaben Österreichs größtes Karriereportal. 2015 ging mit hokify (damals noch unter dem Namen JobSwipr) wieder eine österreichische Jobbörse an den Start, mit dem Ziel, die Jobsuche auch mobil verfügbar zu machen. Natürlich haben zwischenzeitlich die Printmedien, in denen man Stellenanzeigen inserieren konnte, ihren Stellenmarkt auch online verfügbar gemacht, wie z.B. derstandard.at oder willhaben.at aus der Styria Medien Group im Jahr 2006.

Mittlerweile hast du die Qual der Wahl aus mehr als 150 Online Jobplattformen. Hier den Überblick zu erlangen und auch zu behalten gestaltet sich durchaus mühselig. Ich habe heute aber gute Nachrichten, denn für alle Leserinnen gibt es ein Geschenk: eine Excel-Liste mit über 150 österreichischen Jobbörsen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) und der Möglichkeit, nach folgenden Kriterien zu filtern:

  • Jobart bzw. Zielgruppe
  • Branche
  • Region

Hier geht es zum Download der kostenfreien Excel-Liste von mehr als 150 Online-Jobbörsen in Österreich.

Aus Deutschland erreichen mich in letzter Zeit vermehrt Informationen zu neuen Plattformen, aus Österreich war dies zuletzt jobzda. Ein eigenwilliger Name, daher habe ich Geschäftsführer Markus Schrangl dazu befragt:

Was bedeutet jobzda?

jobzDA steht für Jobs sind da – in Deutschland und Österreich. Also ein vielseitiges Wortspiel.

Wodurch unterscheidet sich jobzda von anderen Jobbörsen?

jobzDA steht für die aktive Mitarbeiteransprache. Die passive Veröffentlichung von Jobanzeigen und dem damit Hand in Hand gehenden Warten auf Bewerbungen wird abgelöst durch eine aktive Bewerberansprache mittels individueller auf die Stellenanzeige abgestimmte Werbekampagnen unter laufender Erfolgsüberwachung.

Wie kann man sich das vorstellen?

In den individuellen Werbekampagnen werden die wichtigsten Anforderungen an die BewerberInnen dargestellt, das Jobprofil umrissen, die Zielgruppe und die geografische Reichweite definiert, sowie die Medien, in denen veröffentlicht werden soll, festgelegt.

So werden ZielbewerberInnen nicht ausschließlich, sondern natürlich auch durch die Veröffentlichung auf jobzDA.com und der Kooperation mit Jobsuchmaschinen angesprochen. Damit relativiert sich der eigene Bekanntheitsgrad als StartUp. Bei Bedarf werden die Kampagnen angepasst, u.a. die geografische Reichweite von regional zu national bis zu den Grenzen der EU-Freizügigkeit ausgedehnt. Wir haben so die Möglichkeit, die ganze Kraft dieser Online-Werbekampagne rund um den Dienstort zu bündeln. In vielen Fällen reicht dies auch aus und es ist sinnlos, eine Stelle in Linz auch in Tirol zu präsentieren. Der Umkehrschluss ist aber genauso möglich: Für Stellen, die man nur sehr schwer besetzen kann, können wir durch nationale, grenzüberschreitende oder aber auch EU-weite Kampagnen BewerberInnen interessieren. Dies soll einerseits aufzeigen, wie vielfältig die Anzahl der Jobbörsen ist, und auch Anregungen für die nächsten Jobpostings geben.

Soweit von Markus, aber warum ist es sinnvoll, sich nicht einfach auf die Platzhirsche zu verlassen? Weil uns vor allem die spezialisierten Jobbörsen Arbeit abnehmen. Sie sind meist sehr nahe an der Zielgruppe dran (denn damit verdienen sie Geld) und haben sehr oft technologisch einfach bessere Möglichkeiten als wir.

In den meisten Organisationen müssen wir im Recruiting so viele unterschiedliche Zielgruppen bedienen, dass es schlicht unmöglich ist, so nahe an der Zielgruppe und wirklich präsent zu sein. Da bieten spezialisierten Jobbörsen einen großen Mehrwert. Meistens sind die Kosten überschaubar, es gibt sogar welche, die gar nichts kosten. Nicht alle bieten das Service, die Jobs einfach von der eigenen Website zu übernehmen, wodurch man sich die Kontaktaufnahme und das online und offline schalten per E-Mail erspart – aber ob dies heute noch ein wirklicher Mehrwert ist, sei dahingestellt. Ich halte Recruitingsoftware, die es mir ermöglicht, für jedes einzelne Jobinserat anzugeben, auf welcher zusätzlichen Plattform ich veröffentlichen möchte, in den meisten Fällen für zielführender.

Ein Hinweis in eigener Sache: Ich bekomme keine Provisionen oder Honorare für die Erwähnungen und Verlinkungen in meinem Blog. Dafür berichte ich unabhängig und immer basierend auf meiner eigenen oder den Erfahrungen aus dem HR-Netzwerk. Das wollte ich nur einmal gesagt haben 😉.

Und jetzt viel Vergnügen beim Ausprobieren der Liste!

 

Herzliche Grüße
Claudia

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