Content-Tipps für dein Social Media Recruiting

Content-Tipps für dein Social Media Recruiting

„Social Media betrifft uns nicht, das meinen zumindest meine Chefinnen.“
„Wir haben einen Facebook Account, aber den dürfen wir nur für Kundenthemen nutzen.“
„Es gibt gar keinen Social Media Auftritt, wir wüssten gar nicht, wer das machen soll.“
„Bei uns im Unternehmen gibt es dafür kein Budget.“ 

So und ähnlich lauten oft die Aussagen bei Vorträgen oder auch Workshops, die ich halte, wenn es um das Thema Social Media Recruiting geht. Die schlechte Nachricht: Wenn es eine grundsätzliche Entscheidung gibt, dass Social Media für das Unternehmen nicht relevant ist, dann wird es kaum bis gar nicht möglich sein, Social Media-Recruiting zu implementieren. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass es zumindest Google-Expertinnen gibt und die Karrierewebsite und die Jobbörse entsprechend aufgebaut sind. Wenn es aber bereits für Marketingzwecke Social Media Kanäle gibt, dann ist es mehr als sinnvoll, diese gleich auch für Recruiting einzusetzen.

Hier ein paar Tipps:

  • Bewerberinnen interessieren nicht ausschließlich Jobinserate, sondern vielmehr bestimmte Themen. Dein Unternehmen steht für bestimmte Fachgebiete und kommuniziert dazu auch über Social Media? Perfekte Voraussetzungen. Du kannst diese Inhalte ganz einfach über deine persönlichen Profile zum Beispiel auf XING oder LinkedIn teilen und vor allem die Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Fachabteilungen ermuntern, dies ebenfalls zu tun.
  • Es gibt gar keine Social Media Kanäle? Haben du und deine Kolleginnen Profile auf XING, LinkedIn und Co? Und es gibt eine Unternehmenskommunikation? Perfekt. Dann hast du nämlich auch Inhalte, die du schnell und regelmäßig teilen kannst. Welche das sind? 
      • Es gab einen Bericht über eines eurer Projekte in der Zeitung? Teilen. 
      • Deine Lehrlinge haben einen Wettbewerb gewonnen? Teilen. 
      • Eine Mitarbeiterin ist jetzt Führungskraft? Teilen. 
      • Dein Unternehmen baut einen neuen Standort auf oder aus? Teilen. 

Du merkst schon worauf ich hinaus will, oder? Inhalte sind da, und es gibt wohl keine Unternehmensleitung, die sich nicht wünscht, dass Presseberichte oder -mitteilungen so großzügig wie möglich verteilt werden. Mehr zum Thema gibts in meinem Social Media Recruiting Bootcamp am 16. und 17. Oktober in Wien, da erfährst du alles rund um Content und wie du potenzielle Bewerberinnen auf Social Media am besten erreichst. Die Plätze sind limitiert, es heißt schnell sein! 😉

Du kannst vorhandene Inhalte übrigens auch nützen, um Beziehungspflege zu potenziellen Mitarbeiterinnen zu betreiben. Du hast einen Talentepool aufgebaut und fragst dich, was du kommunizieren kannst? Halte dich an die PR-Mitteilungen. Sortiere ein wenig nach den Interessen der Zielgruppe aus und halte so Kontakt. 

Jetzt mal ganz unter uns: Lass PR die Arbeit machen und du teilst einfach – das ist doch die perfekte Aufgabenteilung, oder? Wie sich HR und PR gegenseitig unterstützen können, ist übrigens Thema vom ersten XING Puls HR Event in Wien am 01. Oktober 2019 um 18:00 Uhr. Kommst du vorbei? 

Setze auf Inhalte, die es schon gibt und teile diese über Social Media Kanäle – damit Recruiting wieder einfach wird. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche beschreibe ich die 5 Gründe, warum dein Recruiting nicht erfolgreich ist. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Führungskräfte haben keine Ahnung von Recruiting

Führungskräfte haben keine Ahnung von Recruiting

Führungskräfte haben sehr oft keine Ahnung von Recruiting. Das ist auch ok, grundsätzlich ist es ja nicht ihr Job, sondern deine Aufgabe. Trotzdem tragen sie maßgeblich dazu bei, ob deine Bemühungen im Recruiting von Erfolg gekrönt sind oder nicht

Du hast es vielleicht mit Führungskräften zu tun, die schon länger in ihrem Job sind und die gerne mit folgenden Aussagen stoppen: 

  • „Die Positionen haben wir eh schon öfter gesucht, nimmst einfach das von vor 2 Jahren, hat sich eh nix geändert.“ 
  • „Du kennst uns und weißt, wer zu uns passt.“ 
  • „Ich habe dafür keine Zeit, wir brauchen so dringend jemanden, kümmer dich darum.“


Wie bekommen wir unsere Pappenheimer jetzt an Bord bzw. dazu, den 
Recruitingprozess zur Candidate Experience zu machen? Ganz klar: Hilf ihnen, ihren Job als Führungskraft (was Recruiting betrifft) besser zu machen, damit du deinen Job bestmöglich erledigen kannst (was sich wiederum positiv auf die Leadership Perfomance auswirkt – nachvollziehbar oder). Wie du das am besten angehst?

Fakten, Fakten, Fakten 
Im ersten Schritt lieferst du Informationen. Mach dir – je nachdem wie das bei dir besser funktioniert – einen 1:1-Termin aus oder hol gleich ein paar Führungskräfte zusammen. Organisiere diesen Termin am besten jetzt gleich, 45 Minuten sind mehr als ausreichend. Bereite einen Onepager mit Fakten vor, je individueller auf die zu suchenden Funktionen zugeschnitten, desto besser. 

Dieser könnte folgende Punkte beinhalten: 

  • Wie viele andere Unternehmen suchen aktuell genau diese oder eine sehr ähnliche Funktion? Das kannst du innerhalb 1 Minute auf einer Online-Jobbörse herausfinden. 
  • Wann wurde die Position zuletzt besetzt, was hat sich seither geändert (im Unternehmen, bei den Anforderungen, in Österreich, …)? 
  • Was hat sich im Recruiting grundlegend geändert und warum funktioniert „post and pray“ nicht mehr? Du liest meinen Blog, du weißt das alles. 😉
  • Oft kennst du den einen Grund, warum Bewerberinnen abspringen, sehr gut. Jetzt hast du die Möglichkeit, diesen auch unterzubringen.

Diese Punkte gehst du gemeinsam durch, machst sie auf die Lage aufmerksam und präsentierst im Anschluss gleich folgende Lösung: 

Next steps 
Du organisierst künftig für jede Position, die ausgeschrieben wird, einmal ein ordentliches Briefing. Das kann in Form der Candidate Persona sein oder im Rahmen eines Teammeetings oder ein wirklich ausführliches Briefinggespräch. Dafür benötigst du zumindest 1,5 Stunden. Ja, das klingt lange, aber diese Zeit spart ihr danach im Prozess um vieles ein. 

Teil dieses Briefings ist es, sich gleich und sofort zu überlegen:

  1. Wie sieht der konkrete Recruitingprozess für diese eine Position aus, sodass es für alle Beteiligten am zielführendsten ist? Und nein, „Wir haben eh einen Standard-Prozess“ gilt schon lange nicht mehr.
  2. Welche Informationen muss deine Führungskraft unbedingt haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen, und wie kommt ihr zu denen?
  3. Unbedingt auf der Stelle Zeitfenster für Kennenlerntermine organisieren.

Ich kenne Fälle, wo lediglich die zeitliche Verfügbarkeit (oder besser das genaue Gegenteil) der Führungskraft dazu geführt hat, dass die Position ewig nicht besetzt werden konnte. Nicht weil die Recruiterin einen schlechten Job gemacht hat, nicht weil es gar keine Bewerbungen gegeben hat, sondern schlicht und einfach darum, weil es nicht möglich war, in einem angemessenen Zeitraum einen Termin zu organisieren. Bewerberinnen, die zu lange warten müssen, springen ab. Es gibt immer andere Unternehmen, wo sie eine schnellere Reaktion und vor allem eine schnellere Zusage erhalten. Das wäre einfach zu blöd, wenn es daran scheitert. 

Hol dir deine Führungskräfte ins Boot, damit Recruiting wieder einfach wird. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße 
Claudia 

PS: Nächste Woche geht es darum, wie man Social Media in die Recruiting-Strategie einbindet. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

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Einsatzmöglichkeiten von KI im Recruiting

Ich habe keine Angst um meinen Job. Ich würde mich von Vera interviewen lassen (aber nur zu Testzwecken) und ich bin überzeugt, dass uns KI im Recruiting unterstützen kann. Wer ist Vera fragst du dich?  
Darf ich vorstellen:

AI is one of the most important things humanity is working on. It is more profound than electricity or fire”, meint Google CEO Sundar Pichai bei einer Konferenz. Grund genug, sich mit KI und Recruiting auseinanderzusetzen. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel: 

  • CV ParsingDaten aus Dokumenten werden ausgelesen und in eine strukturierte Form gebracht bzw. den entsprechenden Feldern zugeordnet. Das ist ein Vorteil für Bewerberinnen, aber auch für Recruitingverantwortliche und schafft Zeitersparnis auf beiden Seiten.
  • Einsatz von Chatbots zum Beispiel auf deiner Karriere-Seite. Hier könnten Fragen von Bewerberinnen schnell und unkompliziert beantwortet werden wie etwa: „Ist der Job noch vakant?“, „Ich habe das geforderte Studium nicht abgeschlossen, kann ich mich trotzdem bewerben?“, „Wo genau ist der Arbeitsort?“ oder Ähnliches. Wer keinen Chatbot auf der Karriereseite integrieren kann – ähem möchte – kann sich auch anders helfen und zum Beispiel den Facebook-Messenger als Chatbot verwenden. 
  • Ich persönlich finde die Terminkoordination für Kennenlerngespräche immer ziemlich nervig. Vielleicht lasse ich das künftig einfach Google Assistant übernehmen? Klick um zu Tweeten


    Eine Alternative sind übrigens Buchungssysteme, wo sich Bewerberinnen aus vorgegebenen Zeitslots einfach den aussuchen, der am besten passt. 

  • Big Data oder Analytics können nicht nur im Recruiting helfen, sondern auch dabei, Fluktuation zu vermeiden. Beispielsweise stellte das HR-Team von Google fest, dass die Kündigungsrate unter Mitarbeiterinnen, die aus der Elternzeit zurückkamen, besonders hoch war. Indem Google den Urlaubsanspruch erhöhte, konnte das Unternehmen die Fluktuationsrate um 50 Prozent reduzieren. 
  • Künftig wird das Smartphone übrigens die Jobsuche ersetzen, weil es den gespeicherten Lebenslauf automatisch mit aktuellen Stellenausschreibungen abgleicht

Was denkst du, erwarten uns spannende Zukunftsaussichten oder eine düstere virtuelle Welt à la Matrix? Lass mich wissen, wie du das siehst!
Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche erwartet dich eine Übersicht mit den wichtigsten HR-Veranstaltungen im Herbst. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach– damit Recruiting auch für dich wieder einfach wird.

Originelle Recruiting-Touchpoints

Originelle Recruiting-Touchpoints

Guerilla Recruiting, kreative Möglichkeiten oder neue Wege im Recruiting: Die Bezeichnungen variieren, aber geht es darum, da zu sein, wo potenzielle Bewerberinnen sind. Nachdem ich in den letzten Jahren schon ein paar Mal über innovative Recruiting-Möglichkeiten berichtet habe, gibt es heute meine persönlichen Top 5 Recruiting-Ideen exklusiv aus meinem Social Media Recruiting-Playbook (die HIMYM-Fans wissen, was ich meine 😉).

    • Der „Ich liebe Kaffee“
      Polizistinnen lieben ja bekanntlich Kaffee und Doughnuts (da schaut wohl jemand zu viel Chicago PD 😉), daher kann man so ein Stelleninserat schon mal auf einen Kaffeebecher drucken, das dachte sich auch die Polizei und kooperierte mit einer Wiener Bäckerei (warum die das nicht für sich selbst nutzen, hat ja ein anderer Betrieb schon mal vorgemacht).
  • „Der Pendler“
    Ich bin sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und diese bzw. die Verkehrsknotenpunkte kann man ganz hervorragend nutzen:

Natürlich bietet es sich auch an, die Verkehrsmittel selbst einzusetzen: 

  • Der „Nah an der Zielgruppe“
    Genau das haben die beiden Recruiterinnen von Böhringer Ingelheim bei unserem Kundenevent Recruiting am Fluss gemacht und sind so aufgetaucht. Über 100 Recruitingverantwortliche waren da an einem Ort versammelt:
  • Der „Fahrzeuge aller Art“
    LKW oder Traktoren (das haben Kunden von mir gemacht, ich habe leider kein Foto) sind perfekt geeignet für „mobiles Recruiting“ (nein, nicht so wie hier gemeint 😉).
  • „Der plakative Typ“
    Plakativ und nicht über Social Media wirbt das Haus der Barmherzigkeit mit einer neuen Kampagne und die Strabag verwendet – total naheliegend – die eigenen Bauzäune:

Sorry für die teilweise schlechte Bildqualität, aber manchmal muss es schnell gehen.  
Wer gerne mal die Perspektive wechseln möchte, kann sich meine Auflistung von originellen Bewerbungen ansehenInspiration für Recruiting-Videos gibt es hier und hier. 

Recruiting findet am besten dort statt, wo die Zielgruppe ist. Was ist Ihnen schon mal an Guerilla Recruiting aufgefallen? Immer her mit Ihren Fotos!


Herzliche Grüße
Claudia

PS: In 2 Wochen gibt es meine ganz persönlichen Lieblingsaccounts auf diversen Social Media-Kanälen (die nicht unbedingt mit Recruiting zu tun haben). Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben. Noch besser: Meinen Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten – damit Recruiting wieder einfach wird.

Recruiting-Ausbildungen für den Strand

Sommerzeit ist für viele auch die Zeit, sich einmal wieder den eigenen Kompetenzen zu widmen und sich vielleicht gerade im Recruiting das eine oder andere zu Gemüte zu führen. Deshalb habe ich Tipps für Recruiting-Ausbildungen gesammelt, die man auch am Strand, am See oder auf der Terrasse mit einem Iced Frappucino schlürfend absolvieren kann.

  1. Sommertipp: In Blogs lesen natürlich. Meiner ist schon mal gut, es gibt aber noch einige andere, die zu empfehlen sind. Hier habe ich schon einmal ein paar aufgelistet, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind.  
  2. Tipp für alle, die sich gerne hörend weiterbilden: Podcasts! Auch hier habe ich schon recherchiert und immer wieder aktualisiert, schauen Sie mal vorbei.
  3. Tipp: Bücher sind natürlich ein Muss. Zuletzt rezensiert habe ich den GABAL Impulse-Sammelband Social Media und Online-Marketing – 10 Impulse für optimale Social-Media-Strategien und erfolgreiches Online-Marketing, das Buch „Agile Personalauswahl“ von Tim Riedel und von Frank Rechsteiner habe ich Recruiting Mindset für Sie vorab gelesen. Meine absolute Nummer 1 auf meinem ganz persönlichen Leseplan ist das aktuelle Buch von Sourcing Queen Barbarba Braehmer über Praxiswissen Talent Sourcing*.
  4. Sommertipp: Es müssen aber nicht immer Fachbücher sein, die uns Inspirationen für Recruiting liefern, manchmal ist es auch Netflix.
  5. Tipp für Reisen mit den Öffis: Eine weitere Quelle sind Magazine (ich liebe Zeitschriften, an jedem Bahnhof muss ich unbedingt welche mitnehmen) wie zum Beispiel Human Resources Manager oder die Zeitschrift für Human Resources personal manager.
  6. Sommertipp für Social Media-Addicts: LinkedIn Learning bietet einen kostenfreien Testzugang an, da gibt es auch Videos zu Recruiting-Themen.
  7. Tipp mit Zertifikat: Wer den Sommer nutzen möchte, um eine Zertifizierung zu seinem Lebenslauf hinzufügen zu können, ist bei Digital-Recruiter.com an der richtigen Adresse.
  8. Für Videofans: Außerdem finden Sie vielleicht endlich die Zeit, sich ein paar YouTube-Videos anzusehen. Oh, und wenn Sie schon da sind, einfach meinen Channel abonnieren, dann kommen die neuen Videos quasi frei Haus.

Wer doch lieber auf Ausbildung vor Ort setzt, der kann sich schon zum Social Media Recruiting Bootcamp anmelden. Hier gibt es außerdem noch einen Überblick, welche Veranstaltungen zum Thema Recruiting im Herbst besucht werden sollten.

Genügend Input für einen Urlaub?

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Recruitingpraxis macht eine kleine Sommerpause, deshalb gibt es den neuen Blogbeitrag erst in zwei Wochen. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, reposte ich nächsten Freitag einen der meistgelesenen Blogbeiträge des bisherigen Jahres auf meinen Social Media-Kanälen. Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben. Noch besser: Meinen Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten – damit Recruiting wieder einfach wird.
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Mobiles Recruiting: Was ist zu beachten?

Mobiles Recruiting: Was ist zu beachten?

Recruiting im Zug, in der U-Bahn, auf der Parkbank. Alles möglich. Heute geht es – passend zum Fenstertag in Österreich – nicht um mobile Recruiting (also wenn der gesamte Bewerbungsprozess am Smartphone möglich ist, so wie bei hokify zum Beispiel), sondern um die Möglichkeiten, wie man auch im Recruiting mobil arbeiten kann.

Viele Tätigkeiten müssen heute nicht mehr am Arbeitsplatz im Unternehmen ausgeführt werden. Vieles ist auch nicht ausschließlich im Home Office möglich, sondern kann sogar unterwegs erledigt werden. Mein 3. Büro ist die Bahn und ich habe daher heute einige Tipps und Tricks, was zu beachten ist, wenn man auch unterwegs seinen Recruiting-Job erledigen möchte (oder muss).

Niemals mit Bewerberinnen und/oder Führungskräften telefonieren
Was ich schon alles über Scheidungsfälle, Immobilienstreitigkeiten, Einkauf von Produkten in Millionenhöhe und auch über Bewerberinnen erfahren habe (was ich gar nicht wollte), ist unglaublich. Anwälte scheren sich keineswegs um Datenschutz hinsichtlich ihrer Mandantinnen, Führungskräfte nicht um den ihrer Mitarbeiterinnen und natürlich auch nicht um den von Bewerberinnen. Ich hatte schon das Vergnügen, dass jemand (vermutlich mit der Recruiterin) telefonisch eine Liste von Kandidatinnen für ein Hearing durchgesprochen hat. NO GO! Telefonate führen Sie bitte wirklich nur im (Home)-Office.

Platzreservierung
Wenn Sie mit dem Zug unterwegs sind, reservieren Sie sich einen Platz. Optimalerweise im Ruheabteil und am besten einen Einzelplatz, an dem niemand hinter oder neben Ihnen sitzt und mitliest – so einen zum Beispiel (aber Achtung, den schnappe ich mir recht oft). 😉

Ausstattung – eine Checkliste
Sie benötigen:

  • Ein Bewerbungsmanagement-System, das webbasiert ist, zum Beispiel Prescreen* oder eRecruiter bzw. eines der anderen unzähligen am Markt.
  • Genügend Datenvolumen über ihr Smartphone oder eine Datenkarte im Notebook, das WLAN im Zug ist leider großteils unstabil und da offen auch nicht sicher.
  • Notebook (nanonanet), Tablet oder auch das Smartphone (finde ich persönlich nicht wirklich komfortabel, ich arbeite am liebsten am Notebook).
  • Ladekabel oder Powerbank
  • Bildschirmschutz – ich habe zum Beispiel diesen hier*, damit nicht jeder mitlesen kann. Im Flugzeug können Sie das vergessen, da sitzt Ihre Nachbarin so dicht daneben, dass sie bequem mitlesen kann (und die Menschen in der Reihe hinter Ihnen ebenso).
  • Kopfhörer, damit sie entweder Podcasts, Ihre Lieblingsmusik hören (aber Achtung, nicht laut mitsingen 😉) oder sich zum Beispiel das Video Ihrer Bewerberinnen ansehen können.
  • Je nach Arbeits-Sitzplatz können Sie auch ausgedruckte Unterlagen mitnehmen, bitte möglichst immer verdecken, wenn Sie sie nicht gerade bearbeiten bzw. in vielen Fällen (im Flugzeug) am besten darauf verzichten. Und nirgends vergessen!
  • Ich brauche übrigens noch meine Brille, eine Jacke (im Zug ist es immer kalt, immer) und Kaffee.

Und man muss es ja nicht gleich übertreiben. 😉

Was brauchen Sie noch, um mobil zu arbeiten?

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächsten Freitag erwartet Sie eine Zusammenfassung der Learnings vom Ausbildertag 2019. Sie möchten keinen Blogbeitrag verpassen? Einfach Newsletter abonnieren, Social Media Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.
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