„Pimp my JobAd“ hieß meine Session beim HR Inside Summit – was habe ich da gemacht? Eine Runde Bullsh*t Bingo gemeinsam mit den Teilnehmerinnen gespielt. Spaß beiseite, wir haben ein Inserat für eine Recruiting-Position (denn damit kennen wir uns alle aus) zerpflückt und gemeinsam eine völlig neue Version geschaffen. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es heute Tipps fürs Texten von Stellenanzeigen, die wirken. 

Hast du gewusst, dass ca. 90 % aller Unternehmen genau mich suchen? Ja, wirklich! Egal ob auf LinkedIn oder Facebook, fast alle Begleittexte zu Stellenanzeigen starten mit „Wir suchen dich!“. Die 10 %, die den vorhandenen Platz nicht mit dieser Bullsh*t Phrase vergeuden, waren schon in einem Workshop von mir. Oder sind Leserinnen meines Blogs. 😉 

Weiter geht es dem Begriff „Herausforderung“ oder „herausfordernde Tätigkeit“. DAS möchte ich ganz sicher. Keinen Job oder ein Aufgabengebiet, das mir liegt, sondern Stress und Zweifel, ob ich das eigentlich kann😉 

Außerdem legen anscheinend alle Arbeitgeberinnen großen Wert auf Teamorientierung. Welchen Teil der Tätigkeit ich aber im Team erledigen sollte, bleibt oft ein großes Geheimnis. 

Vielleicht verrät es mir ja jemand, der WERTSCHÄTZUNG großschreibt. (Sarkasmus off). 

Natürlich wird grundsätzlich erwähnt, dass man ein innovatives Unternehmen ist – inwiefern und auf welchen Errungenschaften diese Behauptung zurückzuführen ist, wird selten bis nie erklärt.

Du weißt jetzt also, welche Begriffe du ab sofort besser weglässt, hier kommen noch ein paar Tipps für die optimale Stellenanzeige:  

  • First things first 
  • So kurz wie möglich halten (immer mehr Menschen lesen Stelleninserate auf ihrem Smartphone).
  • Aufzählungen sind besser lesbar als Fließtext. 
  • Deutsch funktioniert in Österreich besser als Englisch. 
  • Funktionsbezogene Unterschiede aufzeigen, zum Beispiel bei Sales-Funktionen: Welche Ziele werden erwartet, was sind Erfolgskriterien? 
  • Keine unternehmensinternen Begriffe verwenden. 
  • Bullshit-Bingo und Fachjargon bei Einstiegspositionen vermeiden. 
  • Emotion erzeugen (zum Beispiel durch den Einsatz von Bildern oder Videos). 

Wollen wir noch eine Runde Bullsh*it-Bingo spielen?

Und so spielst du mit: Nimm dir das letzte Stelleninserat zur Hand, das du veröffentlicht hast und schau nach, welche der oben erwähnten Begriffe du wiederfindest. Und jetzt ersetze sie bitte gleich durch sinnvolle und informative Begriffe, die deiner Zielgruppe wirklich helfen bei ihrer Entscheidung.

Und hier kommt ein Bonuspunkt für: „Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“ (in allen Abwandlungen, die es so gibt) – wenn du das auf eurer Karrierewebsite findest, dann ruf jetzt einfach mal laut „Bingo“. Oder schreib mir. Schick mir das Inserat und/oder den Link zur Karriereseite und erhalte einen konkreten Tipp für eine bessere Formulierung deines Inserates.

Du möchtest unbedingt die Qualität deiner Stelleninserate verbessern, hast aber keine Zeit, das Texten selbst in die Hand zu nehmen? Das kannst du jetzt einfach und unkompliziert auslagern, gemeinsam mit der Streuung des Inserats direkt an deine Zielgruppe. Hier findest du alle Infos!

Lass künftig einfach nichtssagende Begriffe weg und ersetze sie durch gezielte Information für Bewerberinnen – dann wird auch für dich Recruiting wieder einfach. 

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche geht’s um meine Learnings vom Future of Recruiting BarCamp 2019 in Hamburg. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

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